Mallorca Ironman 70.3

Es war Zeit für ein wenig Urlaub und einen schönen Wettkampf. Den ersten Triathlon in diesem Jahr.

Den Flug hatte ich gut überstanden, ab da wurde es aber holprig. Man konnte am Flughafen unsere Unterlagen nicht finden, somit mussten wir den Radtransfer zum Hotel noch einmal bezahlen. Dadurch ist unserer Bus auch schon weg gewesen und wir mussten auf den nächsten warten der nach Playa de Muro fährt. Der Spaß an der Sache war, im Bus sassen 10 betrunke Engländerinen, die volles Karacho Party machen wollten. Irgendwann sind die dann zum Glück ruhiger geworden.

Das einchecken im Hotel ging dafür Problemlos. Super Zimmer, super Anlage und einen Snack um Mitternacht hatten wir auch noch bekommen. Hotel also sehr zu empfehlen. Iberostar Playa de Muro.  Erste Tag, Rad auspacken und los. 90km auf der Strasse. Die längste Strecke die ich bis dato gefahren bin dieses Jahr. Hat sich extrem anstrengend angefühlt, nach dem radeln direkt  zu laufen. Das hatte ich vermutet, direkt Krämpfe in den Oberschenkeln bekommen. Patrick, mein privater Gegner in diesem Wettkampf, lief mir Problemlos davon.

Nächster Tag genau dieselbe Geschichte, Rad / Lauf Kombi, für mich wieder anstrengend und mit Krämpfen verbunden, Patrick wieder davon gelaufen. Hatte schon die Vermutung gehabt, der Wettkampf wird ein Disaster.  Schwimmen im Meer mit Neo ist dann auch nicht so optimal verlaufen. Hatte keine Badehaube, somit ist mein Kopf nach 10min eingefroren und ich musste raus. Mehr wäre auch nicht gegangen. Wobei ich noch zugeben muss, dass letzte Mal war ich vor drei Monaten im Wasser.

Wettkampftag:  Erstmal lecker gefrühstückt, noch ne Stunde geschlafen und dann ging es ab zum Startbereich.

Am Rad alles vorbereitet, Schläuche auf 9,5 Bar Wettkampfdruck aufgepumpt und ab zum Strand. Ab da fingen die Magenprobleme an. Musste schliesslich paar Mal das Häuschen aufsuchen, irgendwann ging es dann.  Schwimmstart für mich, wie immer, aus der letzten Reihe. Der erste Abschnitt, dachte ich jedenfalls gar nicht mal so schlecht gewesen, bist ich die Zeit gesehen hatte, knapp über 18min. Der zweite Abschnitt entsprechend länger. Mit einer Gesamtzeit von 41min bin ich dann aus dem Wasser raus.

Das umziehen ging nach meinem Gefühl recht flott, waren dann aber auch schon 7 Min. die weg waren.  Auf dem Rad, die ersten 20km flach aber sehr anstengend, kam ich nicht in den richtigen Tritt. Ab da kamen die Berge und auch mein Wille das Radfahren gut zubeenden. Wattzahlen zwischen 200-220 halten und durchfahren hatte ich mir nur gedacht, das sollte klappen. Naja, wenigstens waren das die Werte die ich vor zwei Jahren immer halten konnte. Die ersten 4-5km auf dem Berg hatten mich noch paar Leute überholt, danach war ich an der Reihe. Man darf halt nicht zu schnell auf einem langen Berganstieg ansetzen, das hatten viele der Wettkampfteilnehmer leider immer noch nicht verstanden. Ab da konnte ich einen nach dem anderen überholen. Da fing es auch an wieder Spaß zu machen.

Nach 2:45 Std. bin ich dann vom Rad runter. Beine zwar leicht schwer, aber an sich recht fit fürs laufen.

Die drei Laufrunden waren sehr angenehm, außer dem 2km Stück am Strand entlang. Inzwischen waren auch die Temeraturen auf über 30°C gestiegen. War froh an jeder Verpflegungsstelle etwas zu trinken. Leider kamen die Verpflegungshelfer mit dem Becherauffüllen nicht ganz nach. Naja, bei dem Athletenandrang war es auch kein Wunder. Laufen lief aber super. Hatte die ganze Zeit ausschau nach Patrick gehalten, der ist in seiner Altersgruppe 20 Minuten nach mir gestartet und inzwischen hätte er mich schon einholen müssen, vom Gefühl her. Irgendwann in der dritten Runde lief er mir entgegen, sehr locker und mit einem recht hohen Tempo. Naja, bei mir war es aber schon die letzte Runde und auch schon die Zielgerade. War mir nicht sicher wie weit er hinter mir ist.

Nach 1:41 Std. hatte ich die 21km hinter mich gebracht. Für das wenige Training eigentlich eine sehr gute Zeit.

Im Ziel konnte ich mich dann endlich hinsetzen und meine Blase am Fuß behandeln, die ich seit der ersten Runde laufen hatte. Es tat tierisch weh, da die Haut komplett bis aufs Fleisch runter war.

Irgendwann kam auch Patrick in den Zielbereich. Nach einem späteren Zeitvergleich mussten wir feststellen, dass unsere Zeit gar nicht so weit voneinander entfernt lag. Um genau zu sein war ich 4sec schneller am Ende. 

Mit einer Gesamtzeit von 5:19:04 Std. bin ich ins Ziel eingelaufen.

Gesamtplatzierung 422, in der AK35 war ich auf Platz 75. Also eine recht gelungene Leistung.

Kann mir gut vorstellen, mich nächstes Jahr wieder hier an den Start zu wagen...

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