Lanzarote Ironman

Es sollte ein langer Tag werden. Da ich dieses Jahr mit einem echten Profi, Marco Schnittchen, das Zimmer geteilt hatte, wurde ich gezwungen schon um 3Uhr in der früh aufzustehen um zu Frühstücken. War zwar sehr früh für mich, aber es war gar nicht so schlecht, da man in alle ruhe Frühstücken konnte und wenigstens nicht mit einem vollen Magen zum Wettkampf hin gegangen ist. Nach der reichhaltigen Mahlzeit gab es noch mal ne halbe Stunde Nickerchen, danach ging es aber schon zum Bus und zu Transferzone. Dort angekommen hatte man schon die aufgeregten Menschen sehen können. Es ging aber trotz allem sehr ruhig zu. Rad checken, aufpumpen, umziehen und um 7Uhr ab zum Strand. Schwimmstart lief Problemlos ab. Da die Schwimmstrecke entschärft worden ist und es keine 90° Kurve mehr nach 150m gab sondern nur eine ganz leichte Kurve gab, gab es wenigstens am Anfang keine Schlägereien im Wasser. Klar zieht eine oder andere am Bein oder man bekommt auch mal einen Schlag gegen die Schwimmbrille, aber das ist schon Standard den man von jedem anderen Wettkampf schon kennt. Das Schwimmen lief erstaunlicher Weise sehr gut für mich. War natürlich keine Top Zeit, aber ich bin locker nach der zweiten Runde aus dem Wasser gestiegen und fühlte mich sehr gut. Ohne jegliche Krämpfe freute ich mich schon auf die zweite Disziplin. Das Radfahren gestaltete sich sehr schwer. Es kam ein Nord Ost Wind, der dazu noch sehr stark war und nicht wirklich erlaubte schnell zu fahren. Habe da schon die Wettkampfteilnehmer bewundert die sich mit einer Scheibe hinten auf die Strecke getraut hatten. Bei mir ist es am Anfang noch alles ganz gut gelaufen, habe viele überholen können. Leider musste ich ab Kilometer 100 merken, das ich auf den Bergen gar nicht voran kam und meine Beine einfach nicht mehr wollten. Habe zwar noch versucht zu drücken, leider ging auf jeder noch so kleinen Steigung nichts. Berg ab ging es dafür aber sehr gut. Auf den letzten 20km stand mir eigentlich schon der Gedanke nach dem Radfahren das Rennen zu beenden. Wäre aber ungünstig wenn dort ein DNF stehen würde.

Also doch Laufen. Das gestaltete sich gar nicht so schwer, die ersten 15km wenigstens. Danach waren es nicht die Beine die nicht mehr wollten, sondern eher die Lunge die sich nicht mit Sauerstoff füllen wollte. Mal wieder leichte Schwierigkeiten mit der Atmung. Mußte leider immer wieder ein kleines Stück gehen und durchatmen bevor ich wieder zum laufen kam. Nach 3:43std war ich dann im Ziel und glücklich nicht abgebrochen zu haben auch wenn mir das Laufen schwer gefallen ist. War mal wieder ein schönes Rennen bei dem ich wieder an meine Grenzen gestoßen bin. Freue mich aber jetzt schon auf das nächste Rennen.

Weiterlesen …

Zurück