Ironman Mallorca 2016

Ironman70.3 auf Mallorca, immer wieder ein schönes Erlebnis bei dem ich schon seit Anfang an dabei bin. Dieses Jahr war es zum ersten Mal ein sehr regnerischer Triathlon Wettkampf geworden.

Nach der Ankunft am Montag, 5 Tage vor dem Triathlon, sah das Wetter noch spitze aus. Sonne, keine Wolke am Himmel, einfach herrlich. Ein Freund, der eine Woche zuvor dort war, hatte mich noch gewarnt dicke Anziehsachen mit zu nehmen, da es sehr kalt sein sollte. Bei uns war es zum Glück nicht mehr der Fall.

Zwei kurze Radeinheiten, zwei Mal laufen und schwimmen sollten als aklimatisierung ausreichen.

Als dann der kam Freitag kam, änderte sich leider das Wetter und die Aussichten für Samstag, Wettkampftag, sahen nicht mehr so rosig aus. Erstmal abwarten und auf das Beste hoffen, dachte ich mir.  

Samstag musste ich um 5Uhr morgens aufstehen und meine erster Blick aus dem Fenster hat alle Befürchtungen bestärkt, es wird kein schöner Tag...

Regen, überflutete Straßen, Wind und vor allem war es kalt, knapp 10 Grad. Und keine Besserung in Sicht...

Egal, dachte ich mir und ging schnell frühstücken. Dann hieß es Klamotten packen und ab zum Start. Auch das Obwohl hat sich dieses Jahr schwierig gestaltet. Kein Bus fuhr und eine ganze zeitlang war kein Taxi in Sicht. Nach einer Weile hielten allerdings andere Triathleten ein Taxi an und nahmen mich mit. Der Fahrer hat sich direkt lustig gemacht und etwas Unsicherheit bei uns verstreut. Er meinte, die Wellen seien so hoch, dass wahrscheinlich das Schwimmen ausfallen wird.

Da ich es schon von Rügen her kannte, hatte ich mich direkt auf einen schönen Duathlon eingestellt.

Leider war es nicht der Fall. Wir sollten auch an diesem Tag schwimmen...

Fahrrad vorbereiten, alles was noch fehlte in die Wechselbeutel rein, umziehen (also Neo an) und alles andere weg. Danach ging es auf zum Strand, mittlerweile war es 7Uhr.

Und es regnete immer noch...

Der Startschuß für die Profis war um 8Uhr und durch den rollenden Start, sind wir dann erst um 9Uhr ins Wasser gekommen. Das hieß 2 Stunden am Strand im Neo frieren bei Regen, Wind und vor allem Kälte. Ich war richtig froh als ich endlich im Wasser war.

Durch den rollenden Start hatte sich die Lage im Wasser tatsächlich entspannt. Meine Schwimmen konnte ich Problemlos, ohne Kontakt mit anderen Teilnehmern zuhaben und zum Glück ohne Quallen (scheinbar sollen sehr viele davon im Wasser gewesen sein) beenden.

Nach 40min kam ich aus dem Wasser raus und lief zum Rad.

Dort habe ich erstmal festgestellt, dass ich meine warme Weste in dem falschen Beutel gelassen hatte. Deshalb befürchtete ich, dass ich frieren würde auf dem Rad (denn ich war auf sommerliche Temperaturen eingestellt)...

Am Ende war es aber doch nicht so schlimm mit der Kälte. Leider aber mit dem Regen, denn der hörte nicht auf sondern es kam noch der Wind dazu. Spaß hat es dann wirklich keinen mehr gemacht.

Irgendwann nach 40km bekam ich außerdem noch starke Schmerzen in meinem linken Oberschenkel, die komplette Rückseite war verhärtet. Wäre da am liebsten abgestiegen und nach Hause gegangen. War jedoch zu weit weg vom Hotel. Zum Glück ging es ab dem Punkt dann endlich wieder Berg ab. Durch die nassen Straßen hatten sich viele nicht getraut schnell zu fahren oder sind auch gestürzt.

Nach knappen 3 Stunden konnte ich endlich vom Rad wieder runter. Der Oberschenkel hat zwar immer noch weh getan, weshalb ich auch die lange Wechselzeit am Ende hatte. Ich bin nicht gegangen oder gar gelaufen ich bin gehumpelt :(

Als es nach eine paar 100 m ging, waren die Beine beim laufen die ersten 2km schon sehr gewöhnungsbedürftig anzufühlen, danach ging es erstaunlicherweise gut.

Dieses Mal bin ich auch etwas langsamer den Halbmarathon angegangen. 5min im Schnitt pro Kilometer und komplett durchgelaufen ohne gehen zu müssen, dies mache ich sonst nicht ;). Finde dies ist schon eine sehr gute Leistung, wenn man sich das Wetter angeschaut hat und die Verhältnisse auf der Laufstrecke. Es war Teilweise stark überflutet mit Wasser und nasse Schuhe waren natürlich auch vorhanden.

Nach noch Mal 1:46 Stunden (Gesamtzeit fürs Laufen) war ich froh im Ziel zu sein...

Heute weiß ich trotzdem, dass ich nächstes Jahr wieder beim Ironman70.3 Mallorca dabei bin. Hoffentlich mit besserem Wetter.

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