Ironman 70.3 Mallorca 2015

  • AG35 149
  • Gesamtplatzierung 789
  • Schwimmen 39:18min
  • Rad 2:47:26h
  • Laufen 1:45:50
  • Gesamt 5:23:29h

Um das Ganz jetzt nicht zu lang zu machen...

5-Tage vor dem Rennen sind wir in Playa del Muro, ca. 4km von dem Austragungsort des Ironman 70.3 Mallorca angekommen und bezogen unser Quartier für die kommenden 8 Tage.

Zum Quartier, ein sehr schönes Sportler-Hotel, in dem Hürzeler angesiedelt ist. Der Name Hürzeler ist eigentlichem jedem Radfahrer der schon mal auf Mallorca ein Trainingslager gemacht hat ein Begriff. Veranstaltet die meisten Trainingslager hier und verleiht auch sehr gute Räder. Vor allem ist man sich schon fast sicher, wenn die ein Hotel bewerben, dann ist es ein sehr gutes Hotel um dort ein Trainingslager oder gerade die Tage um einen Wettkampf herum zu verbringen.

Das Essen schon mal im Voraus gesagt war spitze, die Zimmer sind ausreichend ausgestattet.

Das Highlight ist das neu erbaute Wellnessbereich, sowie die dazu gehörigen Sportbereiche. Schwimmbad Indoor mit 25m Becken mit Seilen abgesperrt, Whirlpool, Sauna, Dampfbad. Dazu ein kleiner Fitnessraum mit Technogym Geräten und ein Spinningraum, wobei dort auch Crosstrainer und Laufbänder stehen. Also super ausgestattet.

Dazu war der Strand direkt hinter dem Hotel mit super Möglichkeiten im Meer zu plantschen oder richtig schwimmen zu gehen.

Genug jetzt für die Annehmlichkeiten die man dort Genießen konnte.

Sind extra paar Tage vorher angereist, um sich an das Klima zu gewöhnen. Klar wurde es in Deutschland langsam wärmer, aber auf Malle war es noch mal 5-10 Grad mehr und die Luft ist schon etwas anders.

Die ersten Einheiten die wir da absolvierten waren für mich eigentlich nicht sehr schwer, für meinen Schützling, die den Ironman zum ersten Mal absolvierte, war es schon eine Umstellung. Sie kam mit der Luft nicht gut zurecht, da es ihr etwas zu stickig war um sich zu belasten. nach zwei Tagen war dieses Problem aber vorbei, sie konnte sich wieder Problemlos belasten.

Paar kleine Einheiten Rad, Laufen und auch mal ein kurzes Testschwimmen mit dem Neo (viel zu hohe Wellen, falschen Tag erwischt) waren eine gute Abwechslung um die Tage bis zum Wettkampf vergehen zu lassen.

Da ich mit einem etwas überlasteten Rücken, konnte mich zwei Tage bevor wir los geflogen sind kaum bewegen (versuchte Kreuzheben zu machen ;-)), war für mich auch erstmal die Erholung angesagt und Beweglichkeitstraining stand auf dem Programm. Zum Glück mit Whirlpool und Dehnen waren die Beschwerden nach 2 Tagen fast ganz weg.

Wettkampftag...

Früh aufstehen, heißt 4:30Uhr, Frühstücken, halt das was auf dem kalten Buffet noch da war, da viele der Athleten auch bei uns im Hotel waren und scheinbar schon um 3Uhr gefrühstückt hatten. Oder sagen wir mal so, das Buffet geplündert hatten :-)

Von da aus mit dem Bus zum Startbereich. Viele waren schon vor Ort, es lief aber alles sehr ruhig ab. Da der Wettkampf schon zum fünften Mal in Folge stattfindet, ist alles optimal organisiert.

Wie das so ist, eine Panne muss man immer mal haben, aber das es ausgerechnet an dem Rad meines Schützlings sein sollte, das hätte nicht sein müssen :-)

Beim aufpumpen des Rades (den Tag zuvor wird die Luft aus den Reifen rausgenommen damit die Riefen in der Hitze nicht platzen), hat sich das Ventil verabschiedet. Also schnell einen neuen Schlauch organisieren und wechseln. Hat nicht wirklich lange gedauert, aber die Nerven meines Schützlings waren stark strapaziert. Für mich als eingefleischten Ironman war es eigentlich nichts außergewöhnliches, da ich schon öfters Pannen jeglicher Art hatte, auch kurz vor dem Start. Ruhe bewahren und Spaß haben.

Bei meinem Rad hat alles Problemlos geklappt, somit waren wir schnell wieder aus der Wechselzone raus.

Mein Schützling war direkt in der dritte Startergruppe an diesem Morgen. Ist also direkt nach den Profis gestartet und ich durfte 50min später ins Wasser. Bei ihr war das Meer noch sehr ruhig und es gab keine Wellen. Bei mir war es da leider schon etwas anders. Die Wellen waren eigentlich gar nicht so hoch, 30cm circa, aber wenn man flach im Wasser liegt, sind 30cm schon recht viel.

Nach ca. 31:30min kam ich nach 1,9km aus dem Wasser raus. Es war dieses Mal sehr angenehm zu schwimmen, da ich wenig Stress mit anderen Teilnehmern hatte und alle ihren Weg geschwommen sind ohne aneinander an zu hacken. Hat sogar richtig Spaß gemacht, war aber trotzdem froh aus dem Wasser zu sein.

Schützling hat sich auch tapfer geschlagen, dafür dass sie das erste Mal mit einer solchen Menge an Menschen gleichzeitig ins Meer rennen musste. Nach knapp 32min war sie auch aus dem Wasser raus.

Der Weg bis zu Wechselzone ist relativ lang in Alcudia. Daher braucht man da schon seine 4-8min um auf dem Rad zu sitzen.

Radstrecke ist wie immer super schön. Nach 20km an der Küste kommt man in die Berge wo ein Anstieg von ca. 20km auf einen wartet Richtung Kloster Lluc.

Es wurde dazu immer wärmer und die Sonne knallte einem richtig auf den Deckel.

An dieser Stelle kann ich nur von meinen Erfahrungen sprechen, nicht die von meinem Schützling.

Die Radstrecke wurde zum letzten Jahr leicht verändert. Die ersten 40-50km sind gleich geblieben, danach wurde die Strecke leider etwas verändert. Früher gab es eine recht lange 10-15km lange Passage entlang der Autobahn. Die wurde jetzt leider ersetzt. Das alte Stück konnte man wenn der Wind gut stand und genug Kraft in den Beinen war bei knapp 45-55km/h brettern. Da konnte ich wenigstens immer richtig Zeit gut machen. Die neue Streckenführung ging durch Seitenstraßen zwischen den Feldern, was an sich nicht so schlimm ist, wenn nicht der Zustand der Straßen so katastrophal gewesen wäre. Bis zum nächsten Jahr hatte der Veranstalter versprochen, die Streck auf ein Top Niveau zu bringen. Hoffen wir es...

Die letzten 15km hatte ich mit drei Triathleten zu tun, die mir so richtig auf die Nerven gegangen sind. Ständig sind die Windschatten gefahren, hatten mich überholt, dann wurde einer von denen die ganze Zeit gefilmt. Dabei ist mir der Motorradfahrer so auf die Nerven gegangen, dass ich den fast von seinem Motorrad runter getreten hatte. Ständig fuhr er mir in den Weg, blockierte die Straße nur um die Aufnahmen mit der Camara von einem der Jungs zu machen. Irgendwann fing ich auch an die drei Triathleten aus zu schimpfen, vor allem den, der ständig gefilmt worden ist. Am Ende hat es sich rausgestellt, dass es der Scheich von Arabien war, der von zwei Bodyguards begleitet worden ist und über den ein Film aufgenommen wurde. So wird man auch zum Filmstar, auch wenn ungewollt ;-)

Der Wechsel zum Laufen war recht einfach, die Beine hatten sich auch nicht schwer oder wackelig angefühlt. Das Laufen lief prima, vor allem die Laufzeiten für die ersten Kilometer waren TOP!!!

Leider ging mir ab Kilometer 14 die Puste aus und es wurde immer schwerer. Hatte mich nur von Verpflegungsstelle zur nächsten gekämpft und war froh dem Ziel näher zu kommen. Zwischendurch sah ich dann meinen Schützling auf der Laufstrecke mir immer entgegen kommen. Es waren knapp 3-4km Abstand zwischen uns beiden. Eigentlich wäre es schön gemeinsam ins Ziel zu kommen. Hatte meine letzten Kräfte aufgerafft und gab noch mal Gas. Bei Kilometer 18 oder 19 hatte ich sie dann eingeholt und sind dann die letzten Kilometer zusammen durchgelaufen. Schützling hat sich sehr gefreut mich zu sehen, vor allem war ihre Freude sehr groß ihren ersten Ironman 70.3 gleich zu finishen mit einer sehr guten Zeit.

Das Ziel liegt direkt am Strand, auch der größte Teil der Laufstrecke erstreckt sich an der Promenade entlang, sowie kurz durch den Hafen hindurch. Zu dieser Tageszeit ist jeder froh gewesen etwas Schatten zu bekommen, leider war dieser kaum vorhanden.

Die Freude war groß nach 5:23 Stunden durch das Ziel durch zu laufen, die verdiente Medaille entgegen zu nehmen und ganz schnell ins Meer zu springen, Abkühlung!!!

Schützling ist nach einer Zeit von 6:08 Stunden durch das Ziel gelaufen. Für das erste Mal, eine Top Zeit. Da wird bestimmt noch einiges kommen :-)

Fazit zum Rennen:

Sehr empfehlenswert! Da es das vierte Mal war, dass ich bei dem Rennen mitgemacht hatte, kann man sich selber vorstellen dass es mir hier viel Spaß macht mit zu machen. Kann aber jedem empfehlen sich frühzeitig an zu melden, die Plätze für das Rennen sind sehr begehrt.

Die restlichen Tage wurden mit Entspannung ausgefühlt, essen und trinken und den Körper wieder auf Vordermann bringen...

 

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