Ironamn 70.3 Rügen

Es sollte ein wunderschöner Wettkampf an der Ostküste Deutschlands werden, der 2014 zum ersten Mal ausgetragen wurde. Video anschauen

Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt.

Die lange Anreise, von über 8 Stunden, hatten wir zwar ohne Stau überstanden, leider tat mir zum Schluss hin fast alles weh. Alte Knochen rosten sehr schnell ;)

Direkt bei der Anreise in Binz, Austragungsort des Ironman 70.3 Rügen, konnte man die hohen Wellen und leicht stürmischen Wind sehen und spüren. Direkt war mir klar, Schwimmen wird ein richtiges Abenteuer werden.

Beim Einchecken noch mal kurz die Frage an den Veranstalter, ob das Schwimmen auch wirklich stattfinden wird? Leichtes Lächeln, dann die Antwort: Freut euch doch auf morgen, es wird ein spannendes Rennen und das Schwimmen wird bestimmt stattfinden.

Rosige Aussichten...

Egal, habe mich top vorbereitet. Einmal die Woche schwimmen sollte wohl ausreichen ;)

Alle Klamotten verräumen in der Wechselzone, Rad abgestellt mit der Hoffnung es am nächsten Tag wieder zu finden. Sollte aber nicht so schwer sein. Da es immer noch stark nach Regen aussah, packte ich alle Klamotten in die Wechselbeutel, damit auch am Rad nichts nass wird.

Lecker essen und ab zum Hotel.

Da der Start des Rennens erst auf 11Uhr angesetzt war, hatten wir uns richtig Zeit gelassen. Frühstück, Kaffee trinken und noch ruhig im Café sitzen.

Zu lange... Irgendwann habe ich feststellen müssen, dass ich viel zu spät dran war und immer noch nicht wusste ob das Schwimmen stattfindet oder nicht. Ab zur Wechselzone, auf die letzte Minute! Eigentlich wollten die mich gar nicht mehr rein lassen. Habe mich dann doch noch rein geschmuggelt. Flaschen und Tacho an das Rad und direkt zu den Beuteln. In der Zwischenzeit habe ich schon mitbekommen, Schwimmen fällt flach, dafür 5km laufen.

Eigentlich war ich begeistert von der Idee, wenn es nicht so extrem geregnet hätte. Platzregen, Gewitter, starker Wind, genau das was man bei einem Wettkampf am liebsten hätte.

Der Start verlief wie beim Schwimmen in Wellen nach Altersgruppen verteilt. Meine Gruppe war leider die letzte :( Also im Regen stehen und warten...

11Uhr fiel dann auch der Startschuss für meine Gruppe. Hatte mich extra nicht ganz vorne hingestellt, wusste nicht so recht wie schnell ich es schaffen würde zu laufen. Durch meine Verletzung war ich länger schon nicht mehr richtig trainieren.

Es lief sehr gut, nach 22min bin ich die 5km durch gelaufen, obwohl es auf der Laufstrecke nicht wirklich sehr angenehm war zu laufen. Kopfsteinpflaster, sehr uneben, rutschig und bei der Kehrtwende war noch ein Waldstück zu durchqueren, der durch den Regen leicht unpassierbar war.

Erster Wechsel, alles recht lustig. Wechselzone war am Strand im Sand aufgebaut. Was so viel heißen soll, mit Socken bekleidet, Radschuhe in den Händen, ab zum Rad. Das Ganze aber über Sand, Pfützen, Treppen, Kopfsteinpflaster. Recht unangenehm und auch nicht wirklich schnell...

Die Füße waren komplett durchnässt, aber irgendwie war das Ganze schon recht lustig. Am Rad die Schuhe angezogen, fühlte sich an, als ob man seine Füße in eine Schüssel voller Wasser rein legen würde. Egal, nicht dran denken, weiter machen.

Radfahren war da schon etwas angenehmer, obwohl es weiterhin voll geregnet hat und der Wind immer noch recht stark war. Trotz des schlechten Wetters, war es sehr warm gewesen. Meine Brille konnte ich nicht nutzen, da diese ständig beschlagen war und ich nichts mehr durch sehen konnte. Also ohne Brille bei Platzregen. Super Aussichten...

Auf dem Rad gab es dann zwischendurch auch noch Passagen über Kopfsteinpflaster die extrem rutschig waren. Kann mir schon vorstellen, dass dort der eine oder andere weg gerutscht ist.

Nach ca. 2:45 Stunden bin ich vom Rad runter. Eigentlich lief es besser als erwartet. War mit der Zeit sehr zufrieden.

Vom Wetter her wurde es auch deutlich besser. Bei der zweiten Rad runde hat es aufgehört zu regnen und die Sonne kam zwischendurch raus.

Das Laufen war wie immer sehr anspruchsvoll nach einer so Kraftvollen Radstrecke.

Immerhin war die Laufstrecke nicht mehr so rutschig und der Teil an der Kehrtwende wieder halbwegs passierbar.

Hatte mich von Runde zur Runde durch gekämpft und geschafft, nicht gehen zu müssen. Auch wenn es sehr anstrengend war und ich zwischendurch immer wieder Lust hätte einfach stehen zu bleiben und einfach nicht mehr weiter zu laufen.

Nach 5:13 Stunden bin ich ins Ziel gelaufen. Heilfroh dass es vorbei war bei dem völligem sche.... Wetter!

Duschen war leider dann auch ein kleines Abenteuer. Nach 20min Sucherei, fanden wir eine Turnhalle, angeblich 800m vom Startbereich entfernt. Es waren genau zwei Duschen vorhanden. Zum Glück wurde die Turnhalle nicht von sehr vielen Athleten gefunden, so bin ich direkt mit duschen dran gewesen. Wären dort tatsächlich die 1300 Athleten die gestartet sind hingekommen, gäbe es das totale Chaos ;) Ist auf jeden Fall verbesserungsbedürftig...

Sonst war es aber ein sehr schöner Wettkampf. Wenn das Wetter mitspielt, ist es einer der schönsten Wettkämpfe die über die Ironman 70.3 Distanz durchgeführt werden.

 

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