Fisherman´s Friend Strongman in Weeze

Fisherman´s Friend Strongman in Weeze 

Ein Wettkampf bei dem der Name für sich spricht.

Am 29.03. war es dann soweit. Es sollte ein besonderes Rennen werden, wobei es dabei nur ums Ankommen ging. Es war immerhin der erste Wettkampf in der Saison.  Schon sehr früh am Morgen machte ich mich mit Mads auf den Weg nach Weeze. Da wir erst am Wettkampftag die Startunterlagen abholten, war es ratsam früh da zu sein.

Schon an der Autobahnausfahrt war der Weg mit riesigen Werbebannern gekennzeichnet. Es war also kein Problem, das Militärgelände zu finden.

Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass die angebotenen Parkplätze sich auf einer riesigen Wiesen befanden. Der Himmel sah sehr nach Regen aus. Wir hatten Bedenken, den Parkplatz jemals wieder verlassen zu können. Später hatte sich aber das Blatt gewendet und die Sonne ließ sich zwischen den Wolken blicken.

Die Startnummerausgabe ging recht flott, somit hatten wir ausreichend Zeit, ausgiebig zu frühstücken und uns für den Tag zu stärken.

Nach einer kurzen Streckenbesichtigung fingen wir an, uns auf die bevorstehenden Strapazen mental einzustellen. War mir dabei nicht ganz sicher, was ich anziehen soll. Ich entschied mich schließlich für einen kurzen Neo, ¾ Laufhose, ein Surfshirt, Mütze und Handschuhe. Natürlich  durften die Compressionssocken nicht fehlen. Paar alte Schuhe hatte ich in meinem Schrank auch noch gefunden.

Für jeden der bei dem Wettkampf mitmachen möchte ein paar kurze Tipps: Schuhe. Irgendetwas altes, auf jeden Fall welche, die beim durchqueren der Ziellinie direkt in die Mühltonne abgeschoben werden können. Dabei ist aber trotz allem wichtig, dass die Schuhe Profil haben, um auf der Laufstrecke besser voran zu kommen.

Um die Schuhe im Matsch nicht zu verlieren, soll Klebeband helfen.

Alles was man anzieht, sollte wasserabweisend sein. Es darf sich nicht mit Wasser vollsaugen, halbwegs warmhalten und entbehrlich sein. Es ist ganz schwer den Dreck aus der Kleidung wieder zu entfernen.

Der Wettkampf an sich: zwei Runden à 9km mit einigen Hindernissen. Paar Steigungen, steil abwärts führende Wege durch Matsch und Schlamm, bauch- oder brusttiefe lange Wassergräben, Sandwege und -berge, Strohballenstapel, unbefestigte Wege, Seilnetze zum Klettern, Reifenstapel und zu guter Letzt, ein ca. 100m langer Wassergraben, den man durchschwimmen musste. Dieser hatte leider nur 4°C.

Zum Glück gab es ausreichend Sicherheits- und Rettungskräfte, die für Notfälle gut gerüstet waren.  Nach 2:19:20std hatte ich als 673 das Ziel durchquert.  Durch die vielen Hindernisse, Wassergräben und die stark schwankenden Temperaturunterschiede ist es kein normaler 18km Lauf. Das mussten auch anderer Teilnehmer feststellen. Es gab jede Menge Ausfälle, Knochenbrüche, Ohnmachtsanfälle. Es mussten sogar zwei Hindernisse in der zweiten Runde wegen zu vieler Unfälle gesperrt werden.

Fazit: Jeder, der immer schon etwas anderes machen wollte, als einen Marathon oder Ironman, der ist hier genau richtig.

Während ich durchs Ziel lief, waren meine Gedanken nur darauf ausgerichtet, nie wieder so etwas mit zu machen. Wenn ich mir im Nachhinein die Bilder vom Wettkampf anschaue, werde ich im kommenden Jahr wahrscheinlich wieder am Start stehen und eine neue Bestzeit anstreben.

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