Ab sofort alle Wettkampfberichte im Blog!

Meine Wettkampfberichte ab 2017 findet ihr in nun meinem Blog:

www.personal-coachs.de

Viel Freude beim lesen :-)

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Ironman Mallorca 2016

Ironman70.3 auf Mallorca, immer wieder ein schönes Erlebnis bei dem ich schon seit Anfang an dabei bin. Dieses Jahr war es zum ersten Mal ein sehr regnerischer Triathlon Wettkampf geworden.

Nach der Ankunft am Montag, 5 Tage vor dem Triathlon, sah das Wetter noch spitze aus. Sonne, keine Wolke am Himmel, einfach herrlich. Ein Freund, der eine Woche zuvor dort war, hatte mich noch gewarnt dicke Anziehsachen mit zu nehmen, da es sehr kalt sein sollte. Bei uns war es zum Glück nicht mehr der Fall.

Zwei kurze Radeinheiten, zwei Mal laufen und schwimmen sollten als aklimatisierung ausreichen.

Als dann der kam Freitag kam, änderte sich leider das Wetter und die Aussichten für Samstag, Wettkampftag, sahen nicht mehr so rosig aus. Erstmal abwarten und auf das Beste hoffen, dachte ich mir.  

Samstag musste ich um 5Uhr morgens aufstehen und meine erster Blick aus dem Fenster hat alle Befürchtungen bestärkt, es wird kein schöner Tag...

Regen, überflutete Straßen, Wind und vor allem war es kalt, knapp 10 Grad. Und keine Besserung in Sicht...

Egal, dachte ich mir und ging schnell frühstücken. Dann hieß es Klamotten packen und ab zum Start. Auch das Obwohl hat sich dieses Jahr schwierig gestaltet. Kein Bus fuhr und eine ganze zeitlang war kein Taxi in Sicht. Nach einer Weile hielten allerdings andere Triathleten ein Taxi an und nahmen mich mit. Der Fahrer hat sich direkt lustig gemacht und etwas Unsicherheit bei uns verstreut. Er meinte, die Wellen seien so hoch, dass wahrscheinlich das Schwimmen ausfallen wird.

Da ich es schon von Rügen her kannte, hatte ich mich direkt auf einen schönen Duathlon eingestellt.

Leider war es nicht der Fall. Wir sollten auch an diesem Tag schwimmen...

Fahrrad vorbereiten, alles was noch fehlte in die Wechselbeutel rein, umziehen (also Neo an) und alles andere weg. Danach ging es auf zum Strand, mittlerweile war es 7Uhr.

Und es regnete immer noch...

Der Startschuß für die Profis war um 8Uhr und durch den rollenden Start, sind wir dann erst um 9Uhr ins Wasser gekommen. Das hieß 2 Stunden am Strand im Neo frieren bei Regen, Wind und vor allem Kälte. Ich war richtig froh als ich endlich im Wasser war.

Durch den rollenden Start hatte sich die Lage im Wasser tatsächlich entspannt. Meine Schwimmen konnte ich Problemlos, ohne Kontakt mit anderen Teilnehmern zuhaben und zum Glück ohne Quallen (scheinbar sollen sehr viele davon im Wasser gewesen sein) beenden.

Nach 40min kam ich aus dem Wasser raus und lief zum Rad.

Dort habe ich erstmal festgestellt, dass ich meine warme Weste in dem falschen Beutel gelassen hatte. Deshalb befürchtete ich, dass ich frieren würde auf dem Rad (denn ich war auf sommerliche Temperaturen eingestellt)...

Am Ende war es aber doch nicht so schlimm mit der Kälte. Leider aber mit dem Regen, denn der hörte nicht auf sondern es kam noch der Wind dazu. Spaß hat es dann wirklich keinen mehr gemacht.

Irgendwann nach 40km bekam ich außerdem noch starke Schmerzen in meinem linken Oberschenkel, die komplette Rückseite war verhärtet. Wäre da am liebsten abgestiegen und nach Hause gegangen. War jedoch zu weit weg vom Hotel. Zum Glück ging es ab dem Punkt dann endlich wieder Berg ab. Durch die nassen Straßen hatten sich viele nicht getraut schnell zu fahren oder sind auch gestürzt.

Nach knappen 3 Stunden konnte ich endlich vom Rad wieder runter. Der Oberschenkel hat zwar immer noch weh getan, weshalb ich auch die lange Wechselzeit am Ende hatte. Ich bin nicht gegangen oder gar gelaufen ich bin gehumpelt :(

Als es nach eine paar 100 m ging, waren die Beine beim laufen die ersten 2km schon sehr gewöhnungsbedürftig anzufühlen, danach ging es erstaunlicherweise gut.

Dieses Mal bin ich auch etwas langsamer den Halbmarathon angegangen. 5min im Schnitt pro Kilometer und komplett durchgelaufen ohne gehen zu müssen, dies mache ich sonst nicht ;). Finde dies ist schon eine sehr gute Leistung, wenn man sich das Wetter angeschaut hat und die Verhältnisse auf der Laufstrecke. Es war Teilweise stark überflutet mit Wasser und nasse Schuhe waren natürlich auch vorhanden.

Nach noch Mal 1:46 Stunden (Gesamtzeit fürs Laufen) war ich froh im Ziel zu sein...

Heute weiß ich trotzdem, dass ich nächstes Jahr wieder beim Ironman70.3 Mallorca dabei bin. Hoffentlich mit besserem Wetter.

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Ironman 70.3 Wiesbaden 2015

Am 09.08.2015 war es wieder soweit, der Ironman 70.3 Wiesbaden fand statt!

Hatte zwar nicht wirklich geschafft viel zu trainieren, habe mich aber sehr auf diesen Wettkampf gefreut. Für mich war es schon das 4. oder 5. Mal, dass ich hier am Start war.

Leider ist es dieses Mal am Ende doch nicht so glatt gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte.

Beim Schwimmstart hatte ich dummerweise gegen einen Stein getreten (der am Boden im Wasser lag), den man so leider nicht sehen konnte. Dies führte dazu, dass mein mittlerer Zeh am rechten Fuß verletzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber nicht, was los war, außer, dass es weh tat. Ich war mir noch nicht mal sicher, ob es nicht geblutet hat.

Beim ersten kurzen Landgang, nach ca. 1500 m, konnte ich kurz auf den Zeh schauen. Sah leider nicht gut aus, blau angelaufen und schon dick geworden. ich dachte mir, "entweder gebrochen oder doch nur leicht geprellt". Also habe ich den Zeh kurz lang gezogen und gerichtet und bin dann wieder ab ins Wasser. Die letzten 400m schwimmen gingen recht gut. Es hatte zwar etwas weh getan, bewegen konnte ich den Fuß aber dennoch.

Der Wechsel vom Schwimmen aufs Rad lief dann auch noch ganz gut. Hatte mir den Zeh kurz angeschaut. Alleridngs sah er nicht viel anders aus, als bei dem Zwischenstopp (Schwimmen). Daher Radschuhe an und ab auf die Radstrecke.

Diese wurde vom letzten Mal als ich hier zu heute verändert. Mir kam es so vor, als ob die hier noch mal paar Berge aufgeschüttet hatten :-)

Mit recht wenig Radkilometern nachdem Ironman 70.3 Mallorca, war es nicht leicht die Berge hochzukommen. Am Ende hat aber alles gut geklappt. Das schönste war die letzte Abfahrt Richtung Wiesbaden. Knapp 7 km Berg runter, sehr steil. Dort konnte ich eine Höchstgeschwindigkeit von über 85km/h erreichen. Ich will aber gar nicht wissen, was die Profis da so drauf haben!

Nach dem Radfahren tat der Zeh so weh, dass ich leider aufgeben musste. Dieser ist zwischendurch noch dicker geworden und durch meine recht engen Laufschuhe drückte es von allen Seiten auf den Zeh.

Da ich auch nicht wusste, ob der Zeh geprellt oder sogar gebrochen war, hatte ich mich aus dem Rennen gezogen.

Kurzer Fazit zur Veranstaltung:

Der Wettkampf in Wiesbaden ist immer noch ein super geiles Erlebniss, auch wenn nicht mehr so viele Teilnehmer an den Start gegangen sind. Es waren nur etwas über 1500 Leute. Da Ironman aber mehrere Veranstaltungen gleichzeitig laufen ließ an dem Tag, ist es natürlich kein Wunder.

Was leider nachgelassen hat, war der Service und die Verpflegung nach dem Zieleinlauf. Früher gab es viele leckere frisch gekochte Speisen, dieses Mal gab es nur aufgewärmte Pizza und eingepackte Brötchen. Das lässt zu Wünschen übrig.

Die Verpflegung auf der Rad- und Schwimmstrecke war natürlich weiterhin super. Was das Laufen angeht, kann ich leider nichts zu sagen...

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Tough Mudder

Wenn kleine Kinder beim Regen auf den Spielplatz gelassen werden, ärgert sich jeder Mutter über die dreckigen Klamotten die sie danach waschen muss. Den Kindern ist in diesem Augenblick aber alles egal, Hauptsache die haben ihren Spaß, auch wenn sie sich total dreckig machen...

Das ist der Sinn des Tough Mudders - Spaß, Schlamm, Freunde, Zusammenhalt und so dreckig wie es nur geht machen... was danach kommt ist eigentlich egal...

"Weißer Riese" wird den Schmutz schon bewältigen ;-)

Treffen 8Uhr bei Mc Donalds, sehr passend!!! Kurz noch ein Café, dann ab ins Auto und los nach Arnsberg in einem Gelände Wagen, auch sehr passend zum Veranstaltung :-)

Kurz vor 10Uhr Parkplatz erreicht, ab zum Check in. Startunterlagen abholen war noch easy, jetzt kommt der schwierige Teil - anziehen und Schuhe an den Füssen fest kleben mit Panzerband. Keiner will später ohne Schuhe laufen müssen, da diese im Matsch verloren gegangen sind. Was ich schon in meinen vergangenen Rennen öfters gesehen hatte :-)

Ab zum Start, natürlich viel zu spät dran.

Noch eine kleine Challenge beim Under Armor, Reifen schleudern, Box Jumps und Pull ups, dann ab zum offiziellen Warm up. Da wird man so richtig gemeinschaftlich auf das Rennen eingeschworen. Noch ein kurzes Tough Mudder Gebet mit der rechten Hand auf dem Herzen und ab geht es an die Startlinie.

Es fängt recht easy an, durchs ein Feld laufen. Dann das erste große Schlammloch und jeder von uns ist nass und dreckig. Jetzt fängt das Ding Spaß zu machen. Kurz durch den Wald und ab zur Ice Challenge. Über eine Rutsche geht es ins eiskalte Wasser, 4 Grad, mit reichlich Eiswürfel drin, untertauchen und noch mal unter einem Holzbalken untertauchen, dann geht es wieder raus. Eiskalt, aber irgendwie voll cool... Natürlich gab es hier schon die ersten Aussetzer bei manch einem der Starter der den rapiden Temperaturwechsel nicht verkraftet hatte.

Heidis Berg war das nächste Hindernis. Recht steilen Berg hoch, dann auf den Hintern setzen und die Wiese runter rutschen, dann noch mal und noch mal wiederholen. Als Abkühlung gab es paar Gräben mit Wasser durch die man hindurch musste...

Dann wieder ab in den Wald durch noch recht wenig Matsch.

Das nächste Hindernis, eine Mauer zu überwinden, wobei man sich an Seilen hoch ziehen musste. Da mir das Ding so viel Spaß gemacht hat, hab ich es direkt zwei Mal gemacht :-)

Und wieder ging es Berg auf und ab durch Wiesen und Wälder...

Weitere Hindernisse die folgten, waren diverse Holzmauern die man erklettern musste, Holzstämme die Berg hoch und runter auf dem Rücken getragen werden mussten, sowie später auch Personen Huckepack nehmen.

Bei Funky Monkey ging es darum, einen Kletterpark zu überwinden ohne ins Wasser zu fallen. Leider waren die Stäbe aus Aluminium, also sehr rutschig bei den eh schon nassen und dreckigen Händen. Dazu kam, dass manche Stäbe wackelig waren oder schräg angebracht waren, was das Rutschen noch steigerte.

Was ich persönlich als recht cool fand, nichts für Leute mit Platzangst, war es durch Rohre zu kriechen, ins Wasser zu fallen, unter dem Stacheldraht zu kriechen und versuchen wieder die rutschigen engen Rohre hoch zu klettern. Geile Sache...

Berliner Walls habe ich persönlich weggelassen. Sollte ich wohl hier nicht erwähnen, hatte aber Angst mich da zu verletzen. War das einzige Hindernis dass ich ausgesetzt habe, die anderen habe ich voll ausgekostet ;-)

Eigentlich das letzte schwere Hindernis war es eine Halfpipe hoch zu laufen und hoffen oben von den anderen Teilnehmern aufgefangen zu werden.

Viele der Teilnehmer nahmen aber etwas zu wenig Schwung, kamen nur bis zu Hälfte der Pipe und fielen wieder runter. Wenn man das Ding nicht kennt und keine Ahnung hat wie man da hoch kommen soll, wird es schwierig das Ding zu überwinden. Es gab aber sehr viele oder sagen wir alle, die sich gegenseitig geholfen hatten und irgendwie hat es jeder geschafft da hoch zu kommen...

Einmal noch mit Ringen an einem Klettergerüst hoch schaukeln, durch einen Stromgarten durchlaufen, dann war man schon im Ziel!

Ein geiles Event, sehr gut geeignet für Leute die nicht erwachsen werden wollen :-)))

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Bonn Triathlon

Text fehlt!!!

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Spartan Race

Text fehlt!!!

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Ironman 70.3 Mallorca 2015

  • AG35 149
  • Gesamtplatzierung 789
  • Schwimmen 39:18min
  • Rad 2:47:26h
  • Laufen 1:45:50
  • Gesamt 5:23:29h

Um das Ganz jetzt nicht zu lang zu machen...

5-Tage vor dem Rennen sind wir in Playa del Muro, ca. 4km von dem Austragungsort des Ironman 70.3 Mallorca angekommen und bezogen unser Quartier für die kommenden 8 Tage.

Zum Quartier, ein sehr schönes Sportler-Hotel, in dem Hürzeler angesiedelt ist. Der Name Hürzeler ist eigentlichem jedem Radfahrer der schon mal auf Mallorca ein Trainingslager gemacht hat ein Begriff. Veranstaltet die meisten Trainingslager hier und verleiht auch sehr gute Räder. Vor allem ist man sich schon fast sicher, wenn die ein Hotel bewerben, dann ist es ein sehr gutes Hotel um dort ein Trainingslager oder gerade die Tage um einen Wettkampf herum zu verbringen.

Das Essen schon mal im Voraus gesagt war spitze, die Zimmer sind ausreichend ausgestattet.

Das Highlight ist das neu erbaute Wellnessbereich, sowie die dazu gehörigen Sportbereiche. Schwimmbad Indoor mit 25m Becken mit Seilen abgesperrt, Whirlpool, Sauna, Dampfbad. Dazu ein kleiner Fitnessraum mit Technogym Geräten und ein Spinningraum, wobei dort auch Crosstrainer und Laufbänder stehen. Also super ausgestattet.

Dazu war der Strand direkt hinter dem Hotel mit super Möglichkeiten im Meer zu plantschen oder richtig schwimmen zu gehen.

Genug jetzt für die Annehmlichkeiten die man dort Genießen konnte.

Sind extra paar Tage vorher angereist, um sich an das Klima zu gewöhnen. Klar wurde es in Deutschland langsam wärmer, aber auf Malle war es noch mal 5-10 Grad mehr und die Luft ist schon etwas anders.

Die ersten Einheiten die wir da absolvierten waren für mich eigentlich nicht sehr schwer, für meinen Schützling, die den Ironman zum ersten Mal absolvierte, war es schon eine Umstellung. Sie kam mit der Luft nicht gut zurecht, da es ihr etwas zu stickig war um sich zu belasten. nach zwei Tagen war dieses Problem aber vorbei, sie konnte sich wieder Problemlos belasten.

Paar kleine Einheiten Rad, Laufen und auch mal ein kurzes Testschwimmen mit dem Neo (viel zu hohe Wellen, falschen Tag erwischt) waren eine gute Abwechslung um die Tage bis zum Wettkampf vergehen zu lassen.

Da ich mit einem etwas überlasteten Rücken, konnte mich zwei Tage bevor wir los geflogen sind kaum bewegen (versuchte Kreuzheben zu machen ;-)), war für mich auch erstmal die Erholung angesagt und Beweglichkeitstraining stand auf dem Programm. Zum Glück mit Whirlpool und Dehnen waren die Beschwerden nach 2 Tagen fast ganz weg.

Wettkampftag...

Früh aufstehen, heißt 4:30Uhr, Frühstücken, halt das was auf dem kalten Buffet noch da war, da viele der Athleten auch bei uns im Hotel waren und scheinbar schon um 3Uhr gefrühstückt hatten. Oder sagen wir mal so, das Buffet geplündert hatten :-)

Von da aus mit dem Bus zum Startbereich. Viele waren schon vor Ort, es lief aber alles sehr ruhig ab. Da der Wettkampf schon zum fünften Mal in Folge stattfindet, ist alles optimal organisiert.

Wie das so ist, eine Panne muss man immer mal haben, aber das es ausgerechnet an dem Rad meines Schützlings sein sollte, das hätte nicht sein müssen :-)

Beim aufpumpen des Rades (den Tag zuvor wird die Luft aus den Reifen rausgenommen damit die Riefen in der Hitze nicht platzen), hat sich das Ventil verabschiedet. Also schnell einen neuen Schlauch organisieren und wechseln. Hat nicht wirklich lange gedauert, aber die Nerven meines Schützlings waren stark strapaziert. Für mich als eingefleischten Ironman war es eigentlich nichts außergewöhnliches, da ich schon öfters Pannen jeglicher Art hatte, auch kurz vor dem Start. Ruhe bewahren und Spaß haben.

Bei meinem Rad hat alles Problemlos geklappt, somit waren wir schnell wieder aus der Wechselzone raus.

Mein Schützling war direkt in der dritte Startergruppe an diesem Morgen. Ist also direkt nach den Profis gestartet und ich durfte 50min später ins Wasser. Bei ihr war das Meer noch sehr ruhig und es gab keine Wellen. Bei mir war es da leider schon etwas anders. Die Wellen waren eigentlich gar nicht so hoch, 30cm circa, aber wenn man flach im Wasser liegt, sind 30cm schon recht viel.

Nach ca. 31:30min kam ich nach 1,9km aus dem Wasser raus. Es war dieses Mal sehr angenehm zu schwimmen, da ich wenig Stress mit anderen Teilnehmern hatte und alle ihren Weg geschwommen sind ohne aneinander an zu hacken. Hat sogar richtig Spaß gemacht, war aber trotzdem froh aus dem Wasser zu sein.

Schützling hat sich auch tapfer geschlagen, dafür dass sie das erste Mal mit einer solchen Menge an Menschen gleichzeitig ins Meer rennen musste. Nach knapp 32min war sie auch aus dem Wasser raus.

Der Weg bis zu Wechselzone ist relativ lang in Alcudia. Daher braucht man da schon seine 4-8min um auf dem Rad zu sitzen.

Radstrecke ist wie immer super schön. Nach 20km an der Küste kommt man in die Berge wo ein Anstieg von ca. 20km auf einen wartet Richtung Kloster Lluc.

Es wurde dazu immer wärmer und die Sonne knallte einem richtig auf den Deckel.

An dieser Stelle kann ich nur von meinen Erfahrungen sprechen, nicht die von meinem Schützling.

Die Radstrecke wurde zum letzten Jahr leicht verändert. Die ersten 40-50km sind gleich geblieben, danach wurde die Strecke leider etwas verändert. Früher gab es eine recht lange 10-15km lange Passage entlang der Autobahn. Die wurde jetzt leider ersetzt. Das alte Stück konnte man wenn der Wind gut stand und genug Kraft in den Beinen war bei knapp 45-55km/h brettern. Da konnte ich wenigstens immer richtig Zeit gut machen. Die neue Streckenführung ging durch Seitenstraßen zwischen den Feldern, was an sich nicht so schlimm ist, wenn nicht der Zustand der Straßen so katastrophal gewesen wäre. Bis zum nächsten Jahr hatte der Veranstalter versprochen, die Streck auf ein Top Niveau zu bringen. Hoffen wir es...

Die letzten 15km hatte ich mit drei Triathleten zu tun, die mir so richtig auf die Nerven gegangen sind. Ständig sind die Windschatten gefahren, hatten mich überholt, dann wurde einer von denen die ganze Zeit gefilmt. Dabei ist mir der Motorradfahrer so auf die Nerven gegangen, dass ich den fast von seinem Motorrad runter getreten hatte. Ständig fuhr er mir in den Weg, blockierte die Straße nur um die Aufnahmen mit der Camara von einem der Jungs zu machen. Irgendwann fing ich auch an die drei Triathleten aus zu schimpfen, vor allem den, der ständig gefilmt worden ist. Am Ende hat es sich rausgestellt, dass es der Scheich von Arabien war, der von zwei Bodyguards begleitet worden ist und über den ein Film aufgenommen wurde. So wird man auch zum Filmstar, auch wenn ungewollt ;-)

Der Wechsel zum Laufen war recht einfach, die Beine hatten sich auch nicht schwer oder wackelig angefühlt. Das Laufen lief prima, vor allem die Laufzeiten für die ersten Kilometer waren TOP!!!

Leider ging mir ab Kilometer 14 die Puste aus und es wurde immer schwerer. Hatte mich nur von Verpflegungsstelle zur nächsten gekämpft und war froh dem Ziel näher zu kommen. Zwischendurch sah ich dann meinen Schützling auf der Laufstrecke mir immer entgegen kommen. Es waren knapp 3-4km Abstand zwischen uns beiden. Eigentlich wäre es schön gemeinsam ins Ziel zu kommen. Hatte meine letzten Kräfte aufgerafft und gab noch mal Gas. Bei Kilometer 18 oder 19 hatte ich sie dann eingeholt und sind dann die letzten Kilometer zusammen durchgelaufen. Schützling hat sich sehr gefreut mich zu sehen, vor allem war ihre Freude sehr groß ihren ersten Ironman 70.3 gleich zu finishen mit einer sehr guten Zeit.

Das Ziel liegt direkt am Strand, auch der größte Teil der Laufstrecke erstreckt sich an der Promenade entlang, sowie kurz durch den Hafen hindurch. Zu dieser Tageszeit ist jeder froh gewesen etwas Schatten zu bekommen, leider war dieser kaum vorhanden.

Die Freude war groß nach 5:23 Stunden durch das Ziel durch zu laufen, die verdiente Medaille entgegen zu nehmen und ganz schnell ins Meer zu springen, Abkühlung!!!

Schützling ist nach einer Zeit von 6:08 Stunden durch das Ziel gelaufen. Für das erste Mal, eine Top Zeit. Da wird bestimmt noch einiges kommen :-)

Fazit zum Rennen:

Sehr empfehlenswert! Da es das vierte Mal war, dass ich bei dem Rennen mitgemacht hatte, kann man sich selber vorstellen dass es mir hier viel Spaß macht mit zu machen. Kann aber jedem empfehlen sich frühzeitig an zu melden, die Plätze für das Rennen sind sehr begehrt.

Die restlichen Tage wurden mit Entspannung ausgefühlt, essen und trinken und den Körper wieder auf Vordermann bringen...

 

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Duathlon Mönchengladbach

Leider musste ich aus gesundheitlichen Gründen das Rennen absagen. Hatte mir ein paar Tage zuvor den Rücken verzogen, somit war die Teilnahme an dem sehr schönen Vorbereitungsrennen nicht machbar.

Dafür konnte ich meine Schützlinge entlang der Strecke unterstützen.

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Duathlon Mettmann 2015

Wie immer auf die letzte Minute vor Ort. Startunterlagen abholen, schnell alle Klamotten zusammenlegen, zur Wechselzone eilen und Einchecken. Da gab es das erste Problem. Mein Riemen am Helm war der Check Inn Dame zu locker, was recht schnell aus der Welt geräumt werden konnte. Bei meinem Schützling fehlte leider im Lenker ein Stopfen, was eine große Verletzungsgefahr in sich brachte. Über den Sinn des Ganzen könnte man sich jetzt streiten. Auf jeden Fall sollten wir Klebeband besorgen und das Loch zukleben. Tja, versuche mal 3min vor dem Start deiner Gruppe Klebeband zu finden und es rechtzeitig an den Start zu kommen. Unmöglich...

Hab kurzerhand den Startnummer Aufkleber vom Helm abgenommen und damit das Loch zugeklebt. Hat der Dame leider nicht ausgereicht, mein Schützling stand fassungslos und Ratlos neben mir und schaute nur auf die Uhr. Ihre Gruppe war auch gleich mit dem Start dran. Auf jeden Fall hatten wir es geschafft Stück Klebeband zu besorgen, das Loch zu stopfen, zum Start zu eilen und paar Sekunden bevor der Startschuss für meinen Schützling fiel am Start zu sein. Ohne aufwärmen ging es für sie los. Ich hatte noch 5min Zeit und bin ich der langsameren Gruppe mit gestartet.

Was an sich recht lustig war, da ich von Anfang an direkt ganz vorne lief :-) Hatte ich bis dato noch nie gehabt, das Rennen zu führen. Nach 3km kamen noch 2 Jungs dazu. Wir sind die letzte 2-km zusammen durchgelaufen.

Wechsle aufs Rad ist ganz gut verlaufen, nur der Weg aus der Wechselzone zu Straße hin, das ist der totale Driss. Über Stein, Asche und Gras, das über 600-800m. Aber wenn es nicht anders geht, dann halt so.

Die Radstrecke ist sehr schön, wellig mit einer ganz extremen Steigung die würde ich sagen 17% hat. Man fährt um die Ecke und sieht den Anfang von einem Anstieg. Dann kommt noch eine Kurve unter einer Brücke und dann wird es noch mal richtig hart. Man denkt man steht und es geht nichts mehr... 20km können auch ganz schön hart werden...

Die letzte Laufrunde konnte ich nicht mehr sagen wo ich genau in meinem Feld lag, da sich die Gruppen zwischendurch vermischt hatten. Es waren noch 2,5km zu laufen. Bin die voll angegangen. Der erste Anstieg fiel mir recht schwer, die Lunge fühlte sich so an als ob die gleich explodieren würde, dann kam zum Glück eine Bergab Passage. Die Lunge beruhigte sich wieder und ich konnte mehr Tempo aufnehmen.

Schönes Rennen wenn es nicht die Probleme beim Einchecken gäbe. Lauf und Radzeiten können sich sehen lassen, alles richtig gemacht.

Auch mein Schützling war sehr zufrieden und hat super Leistung gebracht.

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Trainingslager Cala Ratjada - Mallorca

20 - 29.03. Es war wieder soweit.

9- volle Tage sich nur aufs Training konzentrieren zu können:-)

Eine Leistungssteigerung sollte da auf jeden Fall machbar sein.

Viele Kilometer gefahren, gelaufen, Bergsteigungen, geschwommen und Rumpfstabi gemacht. Alles so wie es sein sollte, auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat. Das kann man sich leider nicht aussuchen.

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Duathlon Mönchengladbach

Nach einer langen Pause wieder in das Training eingestiegen und direkt mit dem ersten Wettkampf durch gestartet.

Hat prima geklappt, ist besser gelaufen als gedacht.

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Ironamn 70.3 Mallorca

Wie immer war es ein sehr gut organisiertes Rennen.

Für mich war es nur wichtig zu schauen, ob ich nach meinem Rollerunfall letztes Jahr zu dieser Zeit wieder fit bin und mich vollständig belasten kann.

Zum Teil war es der Fall, zum Teil hatte ich gemerkt, dass das Sprunggelenk noch nicht so weit geheilt ist wie ich es gerne hätte.

Hoffe, dass es weiter Bergauf gehen wird und ich bald wieder voll belastbar sein werde.

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Triathlon in Bonn

Es war wie immer ein Vergnüngen in Bonn an den Start zu gehen. Hatte zum ersten Mal auch eine Unterstützerin dabei, die immer fleißig Fotos gemacht hat und mich sehr lautstark angefeuert hat. Danke noch Mal für die Unterstützung.

Ein gutes Vorbereitungsrennen um die eigene Fitness zu testen.

Top Bedingungen und eine super Organisation.

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Ironamn 70.3 Rügen

Es sollte ein wunderschöner Wettkampf an der Ostküste Deutschlands werden, der 2014 zum ersten Mal ausgetragen wurde. Video anschauen

Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt.

Die lange Anreise, von über 8 Stunden, hatten wir zwar ohne Stau überstanden, leider tat mir zum Schluss hin fast alles weh. Alte Knochen rosten sehr schnell ;)

Direkt bei der Anreise in Binz, Austragungsort des Ironman 70.3 Rügen, konnte man die hohen Wellen und leicht stürmischen Wind sehen und spüren. Direkt war mir klar, Schwimmen wird ein richtiges Abenteuer werden.

Beim Einchecken noch mal kurz die Frage an den Veranstalter, ob das Schwimmen auch wirklich stattfinden wird? Leichtes Lächeln, dann die Antwort: Freut euch doch auf morgen, es wird ein spannendes Rennen und das Schwimmen wird bestimmt stattfinden.

Rosige Aussichten...

Egal, habe mich top vorbereitet. Einmal die Woche schwimmen sollte wohl ausreichen ;)

Alle Klamotten verräumen in der Wechselzone, Rad abgestellt mit der Hoffnung es am nächsten Tag wieder zu finden. Sollte aber nicht so schwer sein. Da es immer noch stark nach Regen aussah, packte ich alle Klamotten in die Wechselbeutel, damit auch am Rad nichts nass wird.

Lecker essen und ab zum Hotel.

Da der Start des Rennens erst auf 11Uhr angesetzt war, hatten wir uns richtig Zeit gelassen. Frühstück, Kaffee trinken und noch ruhig im Café sitzen.

Zu lange... Irgendwann habe ich feststellen müssen, dass ich viel zu spät dran war und immer noch nicht wusste ob das Schwimmen stattfindet oder nicht. Ab zur Wechselzone, auf die letzte Minute! Eigentlich wollten die mich gar nicht mehr rein lassen. Habe mich dann doch noch rein geschmuggelt. Flaschen und Tacho an das Rad und direkt zu den Beuteln. In der Zwischenzeit habe ich schon mitbekommen, Schwimmen fällt flach, dafür 5km laufen.

Eigentlich war ich begeistert von der Idee, wenn es nicht so extrem geregnet hätte. Platzregen, Gewitter, starker Wind, genau das was man bei einem Wettkampf am liebsten hätte.

Der Start verlief wie beim Schwimmen in Wellen nach Altersgruppen verteilt. Meine Gruppe war leider die letzte :( Also im Regen stehen und warten...

11Uhr fiel dann auch der Startschuss für meine Gruppe. Hatte mich extra nicht ganz vorne hingestellt, wusste nicht so recht wie schnell ich es schaffen würde zu laufen. Durch meine Verletzung war ich länger schon nicht mehr richtig trainieren.

Es lief sehr gut, nach 22min bin ich die 5km durch gelaufen, obwohl es auf der Laufstrecke nicht wirklich sehr angenehm war zu laufen. Kopfsteinpflaster, sehr uneben, rutschig und bei der Kehrtwende war noch ein Waldstück zu durchqueren, der durch den Regen leicht unpassierbar war.

Erster Wechsel, alles recht lustig. Wechselzone war am Strand im Sand aufgebaut. Was so viel heißen soll, mit Socken bekleidet, Radschuhe in den Händen, ab zum Rad. Das Ganze aber über Sand, Pfützen, Treppen, Kopfsteinpflaster. Recht unangenehm und auch nicht wirklich schnell...

Die Füße waren komplett durchnässt, aber irgendwie war das Ganze schon recht lustig. Am Rad die Schuhe angezogen, fühlte sich an, als ob man seine Füße in eine Schüssel voller Wasser rein legen würde. Egal, nicht dran denken, weiter machen.

Radfahren war da schon etwas angenehmer, obwohl es weiterhin voll geregnet hat und der Wind immer noch recht stark war. Trotz des schlechten Wetters, war es sehr warm gewesen. Meine Brille konnte ich nicht nutzen, da diese ständig beschlagen war und ich nichts mehr durch sehen konnte. Also ohne Brille bei Platzregen. Super Aussichten...

Auf dem Rad gab es dann zwischendurch auch noch Passagen über Kopfsteinpflaster die extrem rutschig waren. Kann mir schon vorstellen, dass dort der eine oder andere weg gerutscht ist.

Nach ca. 2:45 Stunden bin ich vom Rad runter. Eigentlich lief es besser als erwartet. War mit der Zeit sehr zufrieden.

Vom Wetter her wurde es auch deutlich besser. Bei der zweiten Rad runde hat es aufgehört zu regnen und die Sonne kam zwischendurch raus.

Das Laufen war wie immer sehr anspruchsvoll nach einer so Kraftvollen Radstrecke.

Immerhin war die Laufstrecke nicht mehr so rutschig und der Teil an der Kehrtwende wieder halbwegs passierbar.

Hatte mich von Runde zur Runde durch gekämpft und geschafft, nicht gehen zu müssen. Auch wenn es sehr anstrengend war und ich zwischendurch immer wieder Lust hätte einfach stehen zu bleiben und einfach nicht mehr weiter zu laufen.

Nach 5:13 Stunden bin ich ins Ziel gelaufen. Heilfroh dass es vorbei war bei dem völligem sche.... Wetter!

Duschen war leider dann auch ein kleines Abenteuer. Nach 20min Sucherei, fanden wir eine Turnhalle, angeblich 800m vom Startbereich entfernt. Es waren genau zwei Duschen vorhanden. Zum Glück wurde die Turnhalle nicht von sehr vielen Athleten gefunden, so bin ich direkt mit duschen dran gewesen. Wären dort tatsächlich die 1300 Athleten die gestartet sind hingekommen, gäbe es das totale Chaos ;) Ist auf jeden Fall verbesserungsbedürftig...

Sonst war es aber ein sehr schöner Wettkampf. Wenn das Wetter mitspielt, ist es einer der schönsten Wettkämpfe die über die Ironman 70.3 Distanz durchgeführt werden.

 

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Ironman 70.3 Lanzarote 2013

Bericht Ironman 70.3 Lanzarote

„Das ist ein schöner Tag zu sterben“ – so würde es bestimmt in einem Western Film anfangen.

7Uhr am frühen Morgen, die Sonne geht langsam auf, es ist jetzt schon an die 22°C und es soll während des Tages noch viel wärmer werden.

Die Vorbereitungen für den Start sind im vollen Gange und ich natürlich viel zu spät dran. Die Strecke von Puerto del Carmen bis zum La Santa Club kann man im Dunkeln nicht so schnell abfahren. Straßenbeleuchtung Fehlanzeige. Klappt aber trotzdem wie immer alles. Fahrrad schnell gefunden, da der Bike Check In schon am Tag zuvor war und ich bei 600 Teilnehmern guten Überblick hatte wo es steht. Luftpumpe schnell ausgeliehen und die Räder auf 8,5 Bar gebracht. Dann noch mal schnell den Neo anziehen und ab zum Schwimmstart. Um 7:30Uhr sollen eigentlich alle vor Ort sein. Bin auf jeden Fall nicht der Letzte. Somit alles nach Zeitplan. Sogar fürs Einschwimmen gab es noch etwas Zeit.  Schwimmstart. Erst da fällt mir auf, dass ich eigentlich gar nicht weiß wie die Strecke verläuft. Also der Horde hinterher schwimmen. Das wird schon, wie immer halt.

Strecke ist recht gerade, auch wenn das Wasser an manch einer Stelle nicht wirklich tief ist und man sogar einen Abschnitt laufen muss. Knietief.  Schwimmen ist dann erstaunlich gut verlaufen. Bin dieses Mal komplett durch gekrault ohne Brustschwimmen einbauen zu müssen, obwohl es sich am Anfang bei knapp 600 Startern schon sehr gestaut hat. Hatte zwischendurch versucht mich quer zwischen den Schwimmenden ganz nach links zu drücken um den Menschen Andrang zu entkommen. Das hat dann auch geklappt und ich konnte ruhig weiter schwimmen.

Zwischendurch hat die tiefliegende Sonne etwas geblendet, konnte man nicht wirklich erkennen in welche Richtung man schwimmen sollte. Hat dann aber auch irgendwie funktioniert.

Nach 35:37min habe ich die Wechselzone erreicht. Noch ein Stück laufen, dann geht es mit dem Bike weiter habe ich mir gedacht. Bis dahin schien noch windstill zu sein.  Umziehen ging recht schnell.

Rad habe ich auch auf Anhieb gefunden. Also los, ab auf die Radstrecke.

Da wir uns die Strecke den Tag zuvor angeschaut hatten und ich viele der Strecken von dem Lanzarote Ironman kannte, wusste ich wo drauf ich mich einlasse.  Die Kenntnis bringt einen aber nicht weiter, wenn man vorher nicht wirklich viel trainiert hat.

Auf den ersten Metern hat sich erstmal eine Plastiktüte in meiner Gangschaltung verfangen. Stehen bleiben und heraus frimmeln. Hat natürlich etwas Zeit gekostet, aber nicht wirklich erwähnenswert. Dafür wurde es langsam windiger.  Es ging auf und ab. Es war extrem anstrengend. Hatte natürlich versucht eine gute Zeit raus zu fahren.

Da mein SRM Wattsystem noch in der Überholung war und erst nach dem Lanzarote Urlaub eintreffen wird, konnte ich mich nicht über die Wattangaben kontrollieren. Hatte auch keinen anderen Tacho dran gebaut, somit auch nicht gewusst wie viele Kilometer schon durch waren. War vielleicht auch besser so.  Es wurde immer wärmer und der Wind wurde aufdringlicher.

Auf der halben Strecke ging es dann 10km steil Berg auf. Spätestens da schwand die Kraft dahin und mein Gesäß wollte auch nicht mehr. Was macht man in solchen Fällen? Einfach den Kopf abschalten und weiter machen. Recht einfach oder? ;-)

Die letzten 5km der Steigung bin ich neben einer Kanadierin gefahren. Da es recht langsam voran ging, hatten wir ausreichend Zeit uns zu unterhalten. War ihre erste Mitteldistanz und dann noch direkt Lanzarote. Nicht die beste Wahl für einen Einstieg, aber warum nicht. Ab und zu sollte man austesten was in einem Steckt. Zum Ende des Anstiegs wurde sie etwas langsamer und die Abfahrt war ich wohl etwas zu schnell gewesen. Hatte sie beim Radfahren nicht mehr gesehen. So schlecht war ihre Wahl mit Lanzarote am Ende doch nicht. Immerhin hat sie mich zwar beim Radeln nicht mehr überholt, dafür aber in der zweiten Laufrunde.

Auf den letzten 10-15km Richtung La Santa wurde der Wind noch stärke und es war sogar schwer Bergab Tempo zu machen.

Nach 3:12:54h habe ich das Ziel erreicht. Die zweite Wechselzone. Lust zum Laufen war zwar keine da, aber es war halt die nächste Disziplin.

Wechsel ging auch ganz gut. Das Laufen dafür recht anspruchsvoll. Die ersten Schritte hatten sich die Gelenke noch etwas geweigert. Mit der Zeit wurde es besser. Hatte es so geplant, dass ich 3:30min laufe und 30sec schnell gehe. Am Anfang hat es eigentlich auch ganz gut geklappt. Die Herzfrequenz hat sich immer beruhigt, die Atmung wurde in den 30sec auch langsamer. Diese Taktik hat in Wiesbaden auch sehr gut funktioniert. Wollte mich nicht überlasten.  Bin zu Hause höchstens 45min gelaufen, diese dazu immer sehr langsam. Hier war das Tempo höher und es sollte etwas länger als 45min dauern. War somit das Laufen an sich gar nicht mehr gewöhnt. Halt ein kleiner Mangel an Training ;)

Die Strecke war auch sehr wellig. Es war sehr heiß. Ab und zu hatte man Glück, dass es vom Meer etwas Wind gab. War an sich sehr erfrischend, erschwerte aber automatisch das Laufen, da der Wind immer genau von vorne kam.

Bei der zweiten Runde ging auf einmal nichts mehr. Es kam mir so vor, als ob ich vor eine Wand lief. Stück laufen, dann wieder lange gehen. Die Kraft war einfach völlig raus.

Habe mich von einer Verpflegungsstation zu nächsten gequält. Nach viel Cola, etwas Red Bull, paar Orangenscheiben und Bananen ging es besser und ich fing wieder an langsam zu laufen.

Die letzte Runde, 7km, ging dann wieder besser. Auch wenn es sehr anstrengend war, die meiste Zeit bin ich durch gelaufen. Viel Zeit konnte ich nicht mehr raus holen, immerhin gingen die Schmerzen schneller vorbei.

Nach 2:02:42h bin ich durch die Ziellinie gelaufen und froh gewesen, dass es vorbei war.

Mit einer Gesamtzeit von 5:59:59 Std. habe ich es geschafft die 6h Marke zu knacken.  Platzierung gesamt – 197, Platzierung in der Altersklasse – 37.  Teilnehmer gesamt knapp an die 600.

Jetzt geht es an die Erholung. Beine hoch legen und den Gelenken Ruhe geben.

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Wiesbaden Ironman 70.3

Es war eigentlich klar, dass es ein katastrophales Rennen wird, aber dass es so schlimm wird, hätte ich nicht gedacht.  Es fing alles ganz normal an, bis zum Schwimmstart. Christian und ich standen auf der Rampe, wir waren eh die letzten die ins Wasser steigen wollten. Der Rest des Teilnehmerfeldes was schon im Wasser. Erst da fiel mir auf, dass ich meinen Zeitmesschip in meiner Hosentasche gelassen hatte. Die Hose war schon ordnungsgemäß verpack und im LKW abgegeben worden. Also einen Sprint quer durchs Gelände zum Check Point gemacht, neuen Chip geholt und ab ins Wasser. Dafür hatte ich keine 8min Zeit. Mit voller Montur zu laufen, also geschlossenem Neo, hat mich dann so zum Schwitzen und aus der Puste gebracht, dass ich fast geplatzt bin. Wieder auf der Rampe angekommen, 1min vor dem Start und vielen verwundernden Blicken, wie man sich so spät an den Start traut kann sowie zwei Fotografen, die ihre besten Fotos des Tages schossen, als ich voller Hast in die Brühe sprang. Nebenbei erwähnt, das Wasser ist so trüb, dass man nur 20cm nach vorn blicken kann. Bis ich bei den restlichen Startern war, fiel schon der Startschuss. Durch das Laufen war ich so aus der Puste, mein Herz raste, dass ich bis zum Schluss des Schwimmens keinen Rhythmus gefunden hatte. Das kann man an der Schwimmzeit von 40:10min gut erkennen. Als letzter ins Wasser, aber zum Glück nicht als letzter raus...

Der Wechsel zum Rad ging eigentlich reibungslos. Ich hatte mir ja auch vorgenommen dieses Mal die Socken ganz weg zu lassen. Paar Sekunden konnte ich also sparen, ob es wirklich was gebracht hat? War auf jeden Fall eine neue Erfahrung, die wiederholt wird.  Beim Radeln hatte ich anfangs starke Probleme, mein Tempo zu finden. Durch das Schwimmen völlig ausgelaugt, gelang es mir nicht, ausreichend Luft zu holen. Die Lunge war wie zugeschnürt. Nach ca. 20km und der ersten Steigung habe ich mich mit meinen Beinen geeinigt, ein Watt Zahl von 200-230 zu treten. Die Radstrecke mit den vier Hügeln und den schnellen Abfahrten ist sehr schön zu fahren, tolle Landschaften von denen man leider nicht wirklich viel mitbekommt. Dafür sind hier viel zu viele Höhenmeter zu bewältigen, um sich umschauen zu können.  Irgendwann lief es so gut, dass ich auch ein paar andere Triathleten überholt habe und immer schneller wurde. Da ich dieses Mal das gesamte Rennen auch ohne Uhr bestritten hatte, wusste ich nicht wirklich wie schnell ich war. War dann froh vom Fahrrad runter zu steigen, viel länger wäre es nicht mehr gegangen. Nach 2:59std hatte ich Wiesbaden erreicht. Im Nachhinein nur 6min langsamer als im Vorjahr.

Wechsel Rad - Laufen ging dieses Mal richtig gut. Knapp eine Minute nachdem ich vom Rad abgestiegen war, lief ich schon die ersten Meter der 21km langen Strecke durch den Kurpark. Vier Runden waren zu schaffen. Eigentlich wollte ich wegen meiner Verletzung nach dem Rad aufhören, es tat aber nichts mehr weh, somit versuchte ich mein Glück. Die ersten 2km liefen etwas wackelig, aber gleichmäßig. Dann fand ich meinen Glücksstein. Es war ein großer, kalter Stein mitten im Schatten, der sehr einladend aussah. Diese Gelegenheit habe ich natürlich direkt ausgenutzt, da sich auch langsam Krämpfe in den Oberschenkel angekündigt haben. Dort verbrachte ich die kommenden drei, vier oder auch fünf Minuten. Zeit spielte keine Rolle mehr. Ich feuerte paar Läufer an. Dann überkam es mich wieder. Ich stand auf und lief eine Runde. Super, da war mein Stein wieder. Also setzen und entspannen. War wohl recht schnell gelaufen, da ein paar der Läufer, die ich vorher noch angefeuert habe, gerade um die Ecke kamen und sich fragten, ob ich da immer noch sitze oder ob ich wirklich gerade an denen vorbeigelaufen sei. Das zweite war der Fall. Wenn ich schon mal laufe, dann ein scheinbar sehr flottes Tempo. Wie gesagt, ich hatte keine Uhr dabei. Das Spiel wiederholte ich die nächsten zwei Runden. In der letzten Runde hatte mich aber Vito, ein Bekannter aus dem Trainingslager, nicht auf meinem Glückstein sitzen lassen. Ich hatte es mir gerade auf dem Stein gemütlich gemacht, dann riss Vito mich mit und ich musste auf meine Pause verzichten. 3 bis 4km vor dem Ziel lief eine Frau recht flott an mir vorbei, reichlich nett anzuschauen. Die Motivation war wieder da. Aber ob ich ihr Tempo überhaupt bis ins Ziel halten konnte, das war noch unklar. Ich tat es und hing mich knapp an ihre Fersen. Auf einmal war die Lust und auch das gute Gefühl wieder da, sich spritzig und elegant zu bewegen. Das Tempo konnte ich bis zur Ziellinie halten, sie merkte aber gar nicht, dass ich hinter ihr her gelaufen bin. Später im Ziel traf ich sie zufällig wieder und bedankte mich für ihre unwissende Mithilfe. Leider war meine Endzeit dadurch nicht besser geworden. Nach 2:17std war das Laufen zu Ende. Muss aber sagen, dass meine Entzündung sich nicht gemeldet hat und ich somit die Bestätigung hatte, die vier Wochen Ruhe waren nicht ganz umsonst. Auch wenn ich mich mit dem Wettkampf nicht identifizieren kann, aber in Wiesbaden habe ich auf jeden Fall noch eine Rechnung offen. Die werde ich kommendes Jahr begleichen.

Endresultat: 6:02std, Platz 166 in der M30 Klasse und Platz 834 in der Gesamtwertung.

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Triathlon T3 Düsseldorf

Das erste Rennen nach meinem Unfall. Es war mir noch nicht ganz klar ob es eine gute Idee war an den Start zu gehen. Schließlich war mein verletzter Knöchel noch nicht 100% fit gewesen. Riskieren wollte ich auch nichts.

Hatte im Grunde genommen auch kaum für den Wettkampf trainieren können, da jedes Mal wenn ich den Knöchel belastet hatte, Schmerzen folgten.

Ich war angemeldet, daher hatte ich mich entschlossen es einfach zu versuchen. Sollte ich mitten im Wettkampf nicht mehr belasten können oder zu starke Schmerzen haben, würde ich den Wettkampf direkt abbrechen.

Soweit kam es zum Glück nicht.

Schwimmen ging ganz gut. Am Anfang etwas Schwierigkeiten gehabt ins Wasser zu kommen, da es am Steg schon recht voll war. Bin schließlich als letzter in Wasser gesprungen. Stand somit direkt in der ersten Linie, was für gute Schwimmer zwar vom Vorteil ist um schnell vom Start weg zu kommen. Ich, als ganz schlechter Schwimmer ohne ausreichend Training, war froh voran zu kommen.

Mit paar kleinen Schwierigkeiten bin ich dann ins Ziel gekommen und die erste Wechselzone erreicht.

Radfahren war da schon mehr mein Ding. Das Gelenk wurde nicht viel belastet. Konnte auch ein gutes Tempo halten.

Zweite Wechselzone war dann schon etwas problematischer. Es war ein ganzes Stück zu laufen vom Radabstieg bis zum Radabstellplatz. Mit dem Radschuhen und meinem schon vorbelastetem Knöchel keine so leichte Aufgabe. Vor allem war überall Rasen als Untergrund der nicht wirklich eben war.

Wechsel ging gut, das Laufen war am Anfang schon etwas schwieriger. Das Gelenk musste sich erstmal wieder an die Belastung gewöhnen. Mein Körper natürlich auch. Bin nicht wirklich oft im Vorfeld gelaufen. Jetzt ging es nur da drum, an zu kommen und durch die Ziellinie zu gelangen.  Das hat nach 9,6km geklappt. Ich war nicht wirklich schnell, aber es hatte gereicht.

Die Stunden danach und vor allem die Tage danach waren dafür die Hölle. Durch die Überlastung wollten meine Gelenke nicht mehr so wirklich. Bewegungen waren eingeschränkt und Schmerzen folgten. Nach eine Woche war es wieder besser.

Mein Fazit zum Wettkampf: An sich wieder schön dabei gewesen zu sein. Hätte wohl aber mehr trainieren sollen und vor allem nicht zu schnell mit so hoher Belastung anfangen sollen nach meinem Unfall.

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Tough Mudder Geländelauf.

Ein Rennen nur für Hartgesottene!

Es geht nicht um die Zeit, es geht um den Spaß und um den Zusammenhalt zwischen den Teammitgliedern. Man muss sich auf die anderen verlassen und sich gegenseitig helfen um jedes Hindernis zu meistern.

Mit dem richtigen Team, das hatte ich, ist es eine super Spaßveranstaltung!

 

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Ironman 70.3 Wiesbaden

Es ging wie jedes Jahr los, Anfahrt bis nach Wiesbaden super geklappt, vom Stau keine Spur. Am Kurhaus die Startunterlagen abholen. War recht früh da, daher auch kein Parkplatzproblem. Auf dem Weg zum Auto noch mal Nudeln beim Asiaten geholt. Dann ab zum Ruanheimer See das Rad einchecken. Das ist nicht immer so leicht. Man muss schon recht weit vom See parken und den restlichen Weg zu Fuß gehen. Ich hatte mich mit meinem Charme an den Mädels an den Absperrstellen vorbei geschummelt und bis fast bis zum See durch gekommen. Alle anderen haben die rigoros ab gewunken und auf den Parkplatz verwiesen. Danke noch mal fürs durchlassen!

Das Rad abgeben ging auch schnell, daher genug Zeit gehabt noch am See etwas ab zu hängen und Nudeln zu essen. Da kam das erste Problem. Wenn ich etwas zum Mitnehmen bestelle, bekomme ich normalerweise immer eine Gabel dazu. Diesmal war es nicht so. Also irgendwo eine Gabel suchen. Musste mir dann mit zwei Holzspießen aushelfen. Hat aber ganz gut geklappt.

Noch mal kurz in den See rein springen und schauen ob ich überhaupt noch schwimmen kann. Seit dem Düsseldorf Triathlon einmal im Schwimmbad gewesen. Also nicht wirklich viel geschwommen in den letzten 6 Wochen. Nach ca. 300 Metern war ich platt und hoffte, dass es am Wettkampftag besser laufen würde.

Kurz danach hat die Wasserwacht alle aus dem Wasser verjagt. Es durfte keiner mehr schwimmen da der See ohne Rettungskräfte nicht genutzt werden darf. Da sieht man doch dass der Vater Staat wieder am Sparen ist.

Zurück in der Stadt schnell einkaufen, Frühstück besorgen. Das Hotel wollte mir nichts vorbereiten, die fanden es sei zu früh ein Frühstück um 5Uhr früh auf die Beine zu stellen. Letztes Jahr war das Hotel doch um einiges besser. Die Zimmer waren dafür sehr angenehm, weiter empfehlen würde ich es aber nicht.  Schnell noch eine Pizza essen, Bierchen trinken, so wie es sich vor dem Wettkampf gehört und ab ins Bett.

Wettkampftag. Kurz vor 6 Uhr aufgestanden, zwei Fanblock (Brötchen) mit Quark gegessen, ein Power Horse getrunken und ab zum Transfer, damit ich früh genug am See bin. Dort gab es immerhin noch einen Café.  Rad schnell vorbereitet, umziehen und ab zum Start. Es war eine super geile Atmosphäre gewesen. Das hatte ich richtig vermisst. Es ist immer ein  geiles Gefühl da am frühen Morgen zu stehen wenn die Sonne aufgeht und die ganzen aufgeregten Leute zu sehen kurz vor dem Start. Die Nervosität steht bei vielen im Gesicht. Kleine Anmerkung von mir, sieht es doch nicht so verbissen ;-) Es ist nur eine Freizeitgestaltung, Ihr seid keine Profis!  Schwimmen war wie immer die Hassdisziplin für viele. Auch für mich. Habe mich extra ganz hinten angestellt. Und nach dem Startzeichen auch abgewartet bis die erste Welle weg war. Leider bin ich direkt auf die langsamen aufgeschwommen. Der Anfang ist immer chaotisch, irgendwann leg es sich und der Weg wird im Wasser übersichtlicher.

Die ersten 600m hatte ich noch ein kleines Problem mit meiner Brille, lief die ganze Zeit mit Wasser voll. Immer wieder kurz stehen bleiben, leeren und weiter.  Der erste Landgang kam schneller als erwartet. Raus aus dem Wasser, kurz nach hinten schauen ob ich der Letzter bin. Nein, bin ich nicht. Also wieder ins Wasser und weiter. Die zweite Runde war schon etwas anstrengender. Im Ganzen bin ich recht gut beim Schwimmen weg gekommen. Nach 36:04min hatte ich die 1,9km hinter mir.

Wechsel vom Schwimmen auf Rad hat mal wieder gedauert. Abtrocknen, die Kompressionssocken anziehen, bei nassen Beinen gar nicht so einfach. Wer es schon mal versucht hat, der kennt das Problem. Dann ab zum Rad, kurz das Dixi besuchen und los.

Beim Radeln wollte ich extra nicht übertreiben sondern nur entspannt durchfahren damit das Laufen am Ende gut klappt. Wollte an die 180 Watt treten. Beim los fahren habe ich feststellen müssen, dass mein Tacho ausgesetzt hat obwohl ich es die Nacht zuvor aufgeladen hatte. Also völlig Planlos fahren, ohne Watt und Kilometerangaben. Egal, wird schon dachte ich mir. Muss dazu sagen, normalerweise war ich immer derjenige der die Leute überholt hat. Diesmal habe ich mir wirklich Zeit gelassen und gemerkt dass ich von recht vielen eingeholt wurde. Egal, Hauptsache ankommen hatte ich mir gedacht. Das hat am Ende dann auch ganz gut geklappt.  Es gibt einen Streckenabschnitt beim Rennen, auf dem man die führenden Triathleten bei der Abfahrt sehen wenn man diese selber gerade hoch fahren muss. Die Jungs haben da so ein Tempo drauf, das man schon etwas Angst bekommt. Ist ein super Gefühl und freut sich dort auf dem Rückweg selber Gas geben zu können.  Nach 3:10std war auch die Radstrecke geschafft.

Jetzt ging es mit Laufen weiter. Vier Runden. Vorgenommen hatte ich mir, je 1km zu laufen und 30sec zu gehen, damit das mit dem Durchkommen besser klappt. In dieser Disziplin hatte ich auch leichte Defizite auf zu weisen. Seit dem Tough Mudder bin ich nur dreimal gelaufen und das höchstens 8km am Stück und die waren immer sehr anstrengend. Nach ca. 3km haben sich die Sprunggelenke soweit eingelaufen. Konnte zwar halbwegs gut laufen, die Pausen zwischendurch hatten immer gut getan. Ab den 15 Kilometern fing es mit den Sprunggelenken an. Der Schmerz kam Schubweise. Wollte aber nicht aufhören, war ja nur noch eine Runde zu laufen. Die hatte ich dann auch geschafft, auch wenn es recht anspruchsvoll war.

Nach 1:54std bin ich extra langsam durchs Ziel gelaufen um die Stimmung länger zu genießen. Natürlich hatte ich mich sehr darüber gefreut das Rennen unter 6std geschafft zu haben. Mehr wäre auch nicht gegangen.

Am Ende war ich froh das Rennen gemacht zu haben und zu merken, dass noch was an Ausdauer in mir steckt und weiter gefordert werden sollte ;-)

Jetzt werden die Sprunggelenke wieder auskuriert. Eine Woche völlige Ruhe steht an, danach geht die Vorbereitung für den Ironman 70.3 auf Lanzarote los. Das Ziel, unter 5:45 Std in Ziel zu kommen, wenn es geht, ohne Schmerzen in den Sprunggelenken.

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Triathlon in Krefeld über die Olympische Distanz

Es war mein alle erster Triathlon 2003, den ich hier in Krefeld gemacht hatte. Die Zeit damals 2:38 Std. Jahr später wieder am Start, 2:32 Std.

Jetzt, nach 9 Jahren Triathlon Erfahrung auf der Mittel- und Langstrecke, geht es wieder an die Anfänge meiner Triathlon Karriere.   Freue mich schon drauf!

Nachtrag:

normalerweise ist mir das Wetter eigentlich egal, nur an diesem Morgen hat es so was von geregnet und eiskalt war es dann auch noch dazu. Habe das Rennen daher aus gesundheitlicher Rücksicht ausfallen lassen.

 

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Wiesbaden Ironman 70.3

Nach zwei gescheiterten Rennen der vergangenen Jahre in Wiesbaden, wollte ich es dieses Mal besser machen. Die Vorbereitung dieses Jahr war nicht die Beste. Durch viel Arbeit, Renovierungsarbeiten und eine Knöchelverletzung war es nicht möglich mich ausreichend auf die Wettkämpfe vor zu bereiten. Da ich mich aber für drei meisten Rennen schon letztes Jahr angemeldet hatte, wollte ich nichts absagen. Also hin und starten!

Bin dieses Mal erst Samstag früh nach Wiesbaden gefahren, schnell die Startunterlagen abholen, kurz über die Messe und ab zu Raunheimer See Rad einchecken. Das Einchecken schnell und unproblematisch. Der See war eine schöne Überraschung. Im Vergleich zum Sporthafenbecken war das Wasser ein Traum. Es war sauber und machte einen guten Eindruck. Leider sah die Streckenführung für mich etwas chaotisch aus. Gelbe Bojen, rote Bojen, Landgang, in dem Veranstaltungsheft falsch aufgezeichnete Streckenführung, mal sehen was das morgen geben wird.  Schnell zum Hotel, Landhotel Schneider in Frauenheim, sehr zu empfehlen falls jemand hier nach Wiesbaden zum Rennen kommen will. Liegt etwas außerhalb mitten in Weinbergen. Sehr ruhig und nur 5min von Wiesbaden Zentrum mit dem Auto entfernt.

Abends noch mal lecker Essen gewesen und halbwegs früh ins Bett gegangen.  Frühstück gab es schon um 4:30Uhr. Paar Vollkornbrote mit Käse. Die hat mein Magen scheinbar doch nicht so gut verdauen können als gedacht. Das halbe Rennen noch Probleme damit gehabt.  Ab nach Wiesbaden, Auto parken direkt am Kurpark und ab zum Bustransfer. Alles super organisiert.

Am Raunheimer See schnell noch mal alle Sachen überprüfen, Reifen aufpumpen und los zum Schwimmstart.

Wasserstart. Bis dahin noch alles prima. Start, ging auch noch recht gut. Die ersten drei gelbe Bojen passiert, dann sollte der Landgang kommen, nur wo war der? Die Sonne schien von vorne, Sicht behindert, dann noch die schwimmenden Spielburg mitten im Sichtfeld. Mal der Horde hinterher schwimmen. Kleiner Aufprall, Kopf hoch, da war schon die Gummiinsel. Hatte wohl länger nicht den Kopf aus dem Wasser gehoben. Einmal rum, da war auch schon der Landgang. Jetzt nur noch um die rote Bojen schwimmen und das Schlimmste am Rennen war für mich vorbei, das Schwimmen! Das hat dann auch sehr gut geklappt, da sich das Feld in der Zwischenzeit gut außer einander gezogen hatte und viel Platz zum Schwimmen da war.  Der Weg vom Wasser bis in die Wechselzone war sehr lang. Daher auch die Wechselzeit von 5:44min.

Die neue Radstrecke ist schon viel anspruchsvoller als die, die ich noch kannte. Viel mehr langgezogene Steigungen, wobei die Abfahrten viel heftiger, dafür aber kürzer waren. Hatte versucht die ganze Zeit meine Wattzahlen konstant zu halten bei 200-240 Watt. Hat ganz gut funktionier. Die Umstellungen vom schnellen fahren zu langsamen Bergauftreten fielen mir am Anfang schwer. Irgendwann gewöhnt man sich aber dran von 85km/h Bergab auf 12km/h Bergauf um zu stellen und noch Spaß dabei zu haben.

Bei Kilometer 70 hatte ich die ersten Krämpfe bekommen. Der Magen hatte sich aber zwischendurch etwas beruhigt und ich konnte wieder was zu mir nehmen. Gels und Wasser, immerhin. Nach 3 Kilometern waren die Krämpfe dann auch wieder weg.  Laufen war da schon anspruchsvoller. Die Streck recht wellig durch den Kurpark, Schotter-, Wald- und Asphaltwege. Reichlich Abwechslung. Die ersten 3 Kilometer leicht mit den Beinen zu kämpfen gehabt, Krämpfe. Ist ja nach so einer Radstrecke kein Wunder. Danach ging es erstaunlich gut, wenigstens die nächsten 7 Kilometer. Ab da wurde es wieder schwer. Die Beine wollten einfach nicht mehr. Bei den Verpflegung stellen kurz gehen müssen, auch etwas Tempo raus genommen. Die letzten 3 Kilometer wieder Tempo angezogen, wollte jetzt nur noch ins Ziel. Hat super funktioniert, wobei die Beine nicht sich nicht mehr wirklich gut angefühlt hatten.

Nach 5:33:13 Std. im Ziel angekommen. War zwar nicht das was ich mir vorgenommen hatte, darf mich aber bei dem niedrigem Trainingsaufwand nicht beschweren.

Zeiten:

  • Schwimmen: 36:23 min
  • Rad: 3:04:54 Std.
  • Laufen: 1:44:34 Std.
  • Platzierung:  AK 35-39 - 74 Platz
  • Gesamt - 453 Platz
  • Steigerungspotenzial ist auf jeden Fall vorhanden!

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Challenge Roth

Auf diesen Wettkampf hatte ich mich richtig gefreut. Ein Problem hatte ich leider. Da ich fast drei Monate lang vor dem Wettkampf renoviert hatte, fehlte mir die Zeit zu jeglichem Training. Was so viel heißt, ich hatte fast gar nicht traininert. Kann man so eine Langdistanz schaffen?

Ein Versuch war es wert.  

Die Anreise hat super geklappt. Die Unterkunft war ein Abenteuer. Aber schon recht lustig gestaltet. Hatten in einer alten Bäckerei übernachtet, die jetzt zu einer Pension umfunktioniert wurde. Also alles recht Spartanisch. 

Beim einchecken hat es mir wieder das Gefühl gegeben, zu der Challenge Familie dazu zu gehören. Alle sehr freundlich, super organisiert und alle mit dem Herzen dabei.

Tag des Rennens: Die Vorfreude war groß, auch wenn die Angst nicht Fit genug zu sein vorhanden war. Schnell alles zurecht gelegt, Neo in die Hand, noch mal das letzte Mal die Toilette aufsuchen und ab an den Start.  Das Schwimmen ist super verlaufen. Hatte mich zwar bei der ersten Boje vertan, dachte wäre die Hälte schon um, 27min, dann musste ich leider feststellen, dass es doch noch etwas länger dauern würde. Nach 1:15 Stunden kam ich aus dem Wasser raus. Da sogar noch richtig fit.

Zum Rad wechseln ging recht flüssig.

Auf dem Rad hatte mich durchgehend bei 180-200 Watt gehalten. Der Solarer Berg hat mich extrem hoch gepusht, vielleicht zu viel. Ab Kilometer 140 war es dann vorbei mit dem flüssigen Tritt. Die Kraft war auf einmal völlig weg. Es ging nur noch mit 100-110 Watt weiter. Dazu kam noch starker Wind mit knapp 75 km/h was mich noch mehr erschöpfte.

Ab hier ging es jetzt nur noch darum überhaupt anzukommen. Nach der Radstrecke wollte ich aus dem Rennen aussteigen. Habe langsam meine Wechselsachen genommen, mich doch noch umgezogen und bin auf die Strecke gegangen. Das erste was ich auf der Laufstrecke gemacht hatte, war essen und trinken. Das hat mir wieder etwas Kraft gegeben. Die ersten 14 Km hatte ich versucht zu laufen und immer wieder ein Stück zu gehen. Doch dann wollte ich nur noch austteigen...Dafür musste ich aber wieder bis Kilometer 22 durchlaufen, ab da konnte ich wieder zurück in die Wechselzone.

Doch bei Kilometer 22 hatte ich die Energie, die noch vorhanden war, gebündelt und konnte wieder mit dem Laufen anfangen. Die letzten 8km meines Rennens bin ich dann mit recht flottem Tempo durch gelaufen.

Es hat zwar wieder Spaß gemacht, aber es hätte wenig Sinn gemacht die nächsten 20km weiter zu laufen. Ich weiß nicht wie lange die Kraft noch ausgereicht hätte. Irgendwie durchkommen wäre bestimmt möglich, aber das wäre nicht das, was mir noch vor dem Rennen vorschwebte.  Man sagt immer, nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Freue mich schon auf Wiesbaden. Dort werde ich versuchen die volle Leistung zubringen.

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Mallorca Ironman 70.3

Es war Zeit für ein wenig Urlaub und einen schönen Wettkampf. Den ersten Triathlon in diesem Jahr.

Den Flug hatte ich gut überstanden, ab da wurde es aber holprig. Man konnte am Flughafen unsere Unterlagen nicht finden, somit mussten wir den Radtransfer zum Hotel noch einmal bezahlen. Dadurch ist unserer Bus auch schon weg gewesen und wir mussten auf den nächsten warten der nach Playa de Muro fährt. Der Spaß an der Sache war, im Bus sassen 10 betrunke Engländerinen, die volles Karacho Party machen wollten. Irgendwann sind die dann zum Glück ruhiger geworden.

Das einchecken im Hotel ging dafür Problemlos. Super Zimmer, super Anlage und einen Snack um Mitternacht hatten wir auch noch bekommen. Hotel also sehr zu empfehlen. Iberostar Playa de Muro.  Erste Tag, Rad auspacken und los. 90km auf der Strasse. Die längste Strecke die ich bis dato gefahren bin dieses Jahr. Hat sich extrem anstrengend angefühlt, nach dem radeln direkt  zu laufen. Das hatte ich vermutet, direkt Krämpfe in den Oberschenkeln bekommen. Patrick, mein privater Gegner in diesem Wettkampf, lief mir Problemlos davon.

Nächster Tag genau dieselbe Geschichte, Rad / Lauf Kombi, für mich wieder anstrengend und mit Krämpfen verbunden, Patrick wieder davon gelaufen. Hatte schon die Vermutung gehabt, der Wettkampf wird ein Disaster.  Schwimmen im Meer mit Neo ist dann auch nicht so optimal verlaufen. Hatte keine Badehaube, somit ist mein Kopf nach 10min eingefroren und ich musste raus. Mehr wäre auch nicht gegangen. Wobei ich noch zugeben muss, dass letzte Mal war ich vor drei Monaten im Wasser.

Wettkampftag:  Erstmal lecker gefrühstückt, noch ne Stunde geschlafen und dann ging es ab zum Startbereich.

Am Rad alles vorbereitet, Schläuche auf 9,5 Bar Wettkampfdruck aufgepumpt und ab zum Strand. Ab da fingen die Magenprobleme an. Musste schliesslich paar Mal das Häuschen aufsuchen, irgendwann ging es dann.  Schwimmstart für mich, wie immer, aus der letzten Reihe. Der erste Abschnitt, dachte ich jedenfalls gar nicht mal so schlecht gewesen, bist ich die Zeit gesehen hatte, knapp über 18min. Der zweite Abschnitt entsprechend länger. Mit einer Gesamtzeit von 41min bin ich dann aus dem Wasser raus.

Das umziehen ging nach meinem Gefühl recht flott, waren dann aber auch schon 7 Min. die weg waren.  Auf dem Rad, die ersten 20km flach aber sehr anstengend, kam ich nicht in den richtigen Tritt. Ab da kamen die Berge und auch mein Wille das Radfahren gut zubeenden. Wattzahlen zwischen 200-220 halten und durchfahren hatte ich mir nur gedacht, das sollte klappen. Naja, wenigstens waren das die Werte die ich vor zwei Jahren immer halten konnte. Die ersten 4-5km auf dem Berg hatten mich noch paar Leute überholt, danach war ich an der Reihe. Man darf halt nicht zu schnell auf einem langen Berganstieg ansetzen, das hatten viele der Wettkampfteilnehmer leider immer noch nicht verstanden. Ab da konnte ich einen nach dem anderen überholen. Da fing es auch an wieder Spaß zu machen.

Nach 2:45 Std. bin ich dann vom Rad runter. Beine zwar leicht schwer, aber an sich recht fit fürs laufen.

Die drei Laufrunden waren sehr angenehm, außer dem 2km Stück am Strand entlang. Inzwischen waren auch die Temeraturen auf über 30°C gestiegen. War froh an jeder Verpflegungsstelle etwas zu trinken. Leider kamen die Verpflegungshelfer mit dem Becherauffüllen nicht ganz nach. Naja, bei dem Athletenandrang war es auch kein Wunder. Laufen lief aber super. Hatte die ganze Zeit ausschau nach Patrick gehalten, der ist in seiner Altersgruppe 20 Minuten nach mir gestartet und inzwischen hätte er mich schon einholen müssen, vom Gefühl her. Irgendwann in der dritten Runde lief er mir entgegen, sehr locker und mit einem recht hohen Tempo. Naja, bei mir war es aber schon die letzte Runde und auch schon die Zielgerade. War mir nicht sicher wie weit er hinter mir ist.

Nach 1:41 Std. hatte ich die 21km hinter mich gebracht. Für das wenige Training eigentlich eine sehr gute Zeit.

Im Ziel konnte ich mich dann endlich hinsetzen und meine Blase am Fuß behandeln, die ich seit der ersten Runde laufen hatte. Es tat tierisch weh, da die Haut komplett bis aufs Fleisch runter war.

Irgendwann kam auch Patrick in den Zielbereich. Nach einem späteren Zeitvergleich mussten wir feststellen, dass unsere Zeit gar nicht so weit voneinander entfernt lag. Um genau zu sein war ich 4sec schneller am Ende. 

Mit einer Gesamtzeit von 5:19:04 Std. bin ich ins Ziel eingelaufen.

Gesamtplatzierung 422, in der AK35 war ich auf Platz 75. Also eine recht gelungene Leistung.

Kann mir gut vorstellen, mich nächstes Jahr wieder hier an den Start zu wagen...

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Erftlauf Neuss

Dieses Mal nur als Begleitung mitgelaufen.

Zeitvorgabe war unter 1:15 Std. Geschafft haben wir es dann unter 1:13 Std.

Aufgabe erfüllt...

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Düsseldorf Triathlon

Schöner Wettkampf...

An sich war ich mir gar nicht so sicher, ob ich hier mitmachen wollte. Trainingszustand war nicht optimal, eigentlich ganz schlecht. Nach dem ich aber den ganzen Samstag auf der Messe Werbung für den Aeroscan gemacht hatte, bekam ich Lust auf den Wettkampf. Zum Glück hatte ich meinen Startplatz nicht abgegeben.

Morgens früh hatte ich mich im Wechselbereich eingefunden. Da meine Gruppe etwas später gestartet ist, konnte ich noch gut ausschlafen.  Einchecken alles kein Problem, außer, dass ich meinen Wechselplatz nicht finden konnte.

Schwimmen, naja, Wasserqualität läßt zu wünschen übrig, aber da kann der Veranstalter nichts für. Auch die Streckenlänge war falsch vermessen worden und wir mussten paar Meter mehr schwimmen.

Radfahren, eigentlich sehr schön, an manchen Stellen etwas zu eng und Kopfsteinpflaster (diese Stelle hätte man sich auch sparen können), aber an sich alles gut.

Laufen, etwas zu viel Zick Zack, sonst aber sehr gute Stimmung.Auch wenn die Strecke hier etwas zu kurz geraten ist.

Dafür, dass die Veranstaltung zum ersten Mal ausgetragen wurde, ist sie gut gelungen. Aus Erfahrungen wird man reicher.

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Bonn Triathlon

Es war sehr früh am Morgen, eigentlich schon viel zu spät im Vergleich zu den letzten Jahren. Lag wahrscheinlich an der Hochzeit den Tag davor, als ich kurz vor 6Uhr das Tageslicht erblickt hatte. Blieb also nicht mehr viel Zeit um sich großartig vorzubereiten. Schnell kleines Frühstück, hatte vergessen einzukaufen. Fiel also recht mager aus. Danach Klamotten packen. Hier ist wenigstens schon Routine drin, also auch nichts vergessen. Zum Glück.  Der Weg nach Bonn ist zwar nicht allzu lang, wollte aber nicht zu spät dort erscheinen. War mir auch noch nicht ganz sicher, wie der Streckenverlauf sein wird, da es sich dieses Jahr alles etwas verändern sollte. Die Anfahrt an sich verlief mehr als optimal. Habe auf dem Weg dahin sogar schon paar Athleten mit ihren Autos überholt. Wenn es den Rest des Tages genau so geht, dann passt es...

Am Ziel angekommen, schnell Parkplatz gefunden, alles zusammenpacken und ab zum Anmelden. Wie sich raus gestellt hatte, Parkplatz war optimal, direkt an der Anmeldung und an der Wechselzone. Muss aber dazu sagen, dass der neue Austragungsplatz mitten in einer Wohnsiedlung ist. Zuschauerfreundlicher, aber alles viel enger.  Schnell eingecheckt, alle Klamotten für schnellen Wechsel vorbereitet und ab zum Bus der uns zum Schwimmstart bringen sollte. Zeitlich alles optimal gelaufen. Mit dem Bus ging es recht lange raus aus der Stadt. Dachte mir schon, wenn wir diese Strecke schwimmen müssen, dann sind es mindestens 9-10km. Sind um ehrlich zu sein genau auf der selben Wiese angekommen wie auch schon letztes Jahr. Dort noch Mal eine halbe Stunde in die Sonne gelegt und gewartet bis die erste Fähre abgelegt hatte. Da ich jetzt in der älteren Altersgruppe starte, musste ich mich mit der zweiten Fähre zufrieden geben. Schnell umziehen und ab auf die Fähre. Es war nicht so voll wie letztes Jahr. Ich habe richtig viel Platz gehabt. Dort habe ich mich mit einem Athleten unterhalten der aus Kiel kam und sich etwas über die kleinen Schiffe auf dem Rhein gewundert hatte. Meinte nur: "In Kiel sind die Dinge mindestens vier Mal so groß."  Habe ihn nur drauf verwiesen, dass er froh sein sollte, das die nur so klein sind, somit sind die Wellen die erzeugt werden auch kleiner. Dachte auch, dass man den Schiffsverkehr stoppen würde. Leider war es nicht der Fall. Im Verlauf des Rennens war es auch deutlich zuspüren.

Schwimmstart erfolgte in Altersgruppen mit einem Abstand von 5min. Waren sogar recht pünktlich. Letztes Jahr durfte ich sogar als erste mit ins Wasser. Dieses Jahr erst mit der vierten Gruppe, aber als erster von unsere Fähre. Das Wasser war wie immer trüb, sehen konnte man fast gar nichts. Habe zwischendurch einen Tritt mitten ins Gesicht bekommen. Dachte schon die Nase oder Lippen würden Bluten, in dem Wasser konnte man aber eh nichts erkennen. Dann war da noch, tut mir Leid wegen der Ausdrucksweise, ein Vollidiot, der mit seinem Motorboot hin und her gefahren ist und riesige Wellen erzeugt hatte. Den hätte ich mir gerne geschnappt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und andauernden hin und her schwimmen, kam ich endlich aus dem Wasser raus. Es war sau anstrengend, aber kein Wunder, wenn man ein Mal die Woche 30min schwimmt. Nach dem Ausstieg aus dem Wasser, recht schwer, da Steine auf dem Boden die man nicht sehen konnte, aber dafür freundliche Hilfe mehrere Mädels angeboten bekommen, die einem aus dem Wasser halfen. Danach musste man noch Mal ne gefühlte Ewigkeit laufen bis man in die Wechselzone kam. Eigentlich dachte jeder, das sich das ändern würde. War aber doch nicht der Fall. Schnell umziehen und weiter ging es.

Radstrecke war am Anfang und Ende etwas anders, aber sehr gut geregelt. Die Radstrecke an sich ist in Bonn extrem anstrengend. Es sind 60km mit einigen Höhenmetern. Drei extreme Anstiege, die man mit meiner Übersetzung am Rad eigentlich kaum schaffen kann. Irgend wie klappte es schon, auch wenn ich manchmal nur 7km/h gefahren bin und dabei aber immer noch überholt hatte. War schon recht lustig.  Nach 1:52Std., einer durchschnitt Geschwindigkeit von 32,6km/h, Max. 75,7km/h, konnte ich vom Rad absteigen. War an sich schon recht anstrengend gewesen. Hatte mir auch vorgenommen, 100 Leute auf dem Rad zu überholen. Am Anfang ging es recht schwer, bei 220 hatte ich dann aufgehört zu zählen. Natürlich wurden immer die Leute die mich überholt hatten abgezogen, waren aber nicht wirklich viele.

Rad / Lauf Wechsel lief super. Fand auch die ersten 4km eine sehr gute Partnerin der ich auf Schritt und Tritt gefolgt bin. War glaube ich auch etwas zu schnell gewesen. Nach den 4km musste ich abreissen lassen, da mir so die Schulter weh getan hat, dass ich den Arm kaum bewegen konnte. Nach einer kurzen Trinkpause konnte ich das Tempo weiter sehr gut halten. Bis Kilometer 7, da bekam ich Muskelkrämpfe im linken Oberschenkel, erst vorne, dann durch die Beuge beim Dehnen auch noch hinten. Musste erstmal kurz gehen, danach ging es direkt weiter. Hatte auch wieder jemanden gefunden der ein gutes Tempo lief, dem bin ich dann gefolgt. Es lief wieder gut, auch wenn es von der Luft her sehr anstrengend wurde. die Atmung fiel etwas schwer, halt flottes Tempo. Nach 1:08Std konnte ich dann ins Ziel abbiegen.

Glücklich das es vorbei war, aber sehr erleichtert, dass es doch noch so gut geklappt hatte.

Offizielle Zeiten:

  • Schwimmen 38:10min (Platz 320)
  • Rad 1:53:19std (Platz 269)
  • Laufen 1:08:07 (Platz 243)
  • Gesamtzeit 3:47:24 (Platz Gesamt 245, AK30 39)

Fazit der Veranstaltung: Die neue/alte Strecke ist nicht viel anders. Schwimmen ist im Rhein, so wie die Jahre davor. Die Radstrecke ist sehr gut geregelt, auch wenn der Bodenbelag oft zu wünschen ließ. Hatte noch nie so viele Leute mit Pannen gesehen. Laufen ist super gewesen, die Strecke wurde leicht verändert, hat mir super gefallen, da auch sehr Publikumsnah. Wechselbereich gut organisiert, nur das Laufen nach dem Schwimmen bis zum Rad, das Dauert ne Ewigkeit. Sonst ist alles etwas enger geworden im Zielbereich. Dafür sind die Räumlichkeiten für Massage, Duschen besser geworden und leichter zuerreichen. Alles sehr Zentral. Ist also ein sehr schöner Wettkampf den man auf jeden Fall machen sollte.

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Mallorca Ironman 70.3 Wettkampfbericht

Es war die Prämiere des Ironmans auf Mallorca.

Am frühen Morgen schien es auch schon richtig gut zu laufen.  Meine Unterkunft war in Arenal, daher musste ich schon am frühen morgen eine Stunde früher aufstehen um nach Alcudia zu kommen. Was im Grunde genommen gar nicht so schlimm war. Die Strassen auf Mallorca um 6Uhr morgen sind völlig leer.  Das gute dran, konnte direkt an der Wechselzone parken. War der Weg schon Mal nicht lang gewesen. Das Einchecken war auch unproblematisch. Schnell das Rad vorbereitet, die Säcke fürs Rad und Laufen aufgehängt, dann ging es schon Richtung Strand. Habe dort auch schon den ersten Triabolo getroffen. Werner. Hatten viel Zeit, daher noch in Ruhe eine Weile Unterhalten können und die anderen Triathleten bei der Vorbereitung auf den Start ehen können.  Beim Schwimmen gab es einen Wellenstart.

Die Profis starteten um 8Uhr, ich war mit meiner Altersgruppe erst um 8:40Uhr dran. Seid diesem Jahr, ganz nebenbei erwähnt, bin ich in der M35. Wieder ein Jahr älter geworden.  Die Profis sind gestartet, irgendwie völlig Überraschend. Die Leitung hatte völlig übersehen, dass wir schon 8Uhr hatten. Man konnte mit leichten Verzögerung eine Ansage hören, ach ja, die Jungs und Mädels sind ja schon im Wasser. Kenne es von anderen Veranstaltungen etwas anders. Da wird immer ein riesiger Hype gemacht bevor die erste Gruppe ins Wasser geht.

Ab da ging es recht schnell. Ab in die erste Box, 10min warten, nächste Box, dann schon der Start. Hatte mich extra, wie immer eigentlich, ganz hinten eingereiht. Da hat man wenigstens Ruhe beim Start. Es ging bei dem Schwimmkurs gerade aus zu schwimmen, 900m, um zwei Bojen zu schwimmen, 900m zurück. Also recht leicht, da das Wasser noch sehr ruhig war. Wenigstens von außen sah es leicht aus. Aus dem Wasser sieht es da schon etwas anders aus. Die Bojen konnte man durch die vielen Arme vor mir nicht sehen. Daher einfach der Menge hinterher geschwommen. Das klappte eigentlich ganz gut. Klar bekommt man Paar Schläge von der Seite, aber es war nichts schlimmes. Das einzige was  mich ständig genervt hat, war meine Schwimmbrille. In das Linke Glas kam immer Wasser rein. Also stehen bleiben, Wasser raus und weiter. Das ganze durfte ich aber 5-6x wiederholen bis sie endlich richtig saß. Ab da ging es eigentlich für meine Schwimmverhältnisse relativ gut voran. Gleichmäßig ohne mich viel auszupowern, versuchte ich Meter für Meter voran zukommen. Erste Wendeboje, dann die zweite, dann konnte man schon den Ausstieg sehen. Hatte mich gar nicht getraut auf die Uhr beim schwimmen zu schauen. Beim Ausstieg dann geschaut und freundlich Überrascht gewesen. Nach meiner Uhr 33:40min. Das war meine bisherige Bestzeit beim Schwimmen.  Von da aus ging es in die erste Wechselzone. Das war ein wirklich langer Weg. Daher auch die 5min. Der erste Weg zum Beutel war schon lang, quer über den Strand, dann in der Wechselzone zum Zelt. Schnell umgezogen und weiter bis zum Rad. Hatte die Radschuhe schon an, musste damit aber noch knappe 500m laufen bis ich mein Rad erreicht hatte. War also nicht sehr angenehm zu laufen. Es hat ewig gedauert bis man auf dem Rad saß. Von da aus ging es aber flott.  Fürs Rad hatte ich mir eigentlich nur ein gleichmäßiges Tempo bei 180-200 Watt vorgenommen. Ist knapp über meiner Schwelle, daher sollte es machbar sein, dachte ich mir. Bin bis jetzt auch nicht wirklich viel Rad gefahren dieses Jahr. Hatte mich dazu noch zwei Tage vor dem Rennen bei einer Radausfahrt völlig abgeschossen. Ohne Verpflegung über Umwege 140km gefahren. War eigentlich froh gewesen wieder im Hotel zu sein.

Das mit den Wattzahlen halten war dann nichts. Wenn man die anderen Triathleten vor sich hat und man merkt, dass man die Überholen kann, dann tut man es halt. Somit war ich schnell bei 220-250 Watt. Hatte mich versucht zurück zuhalten. Meine bisherigen Rennen sind auch bis jetzt immer gleich abgelaufen. Auf dem Rad alles super, beim Laufen Einbruch. Ob es dieses Mal besser wird. Ab Kilometer 20 ging es dann in den Berg. Rund 25km ging es fast Bergauf. Bei der Wettkampfbesprechung warnte man uns schon es ruhig angehen zu lassen. Ist wohl an meinen Ohren vorbei gegangen. Habe fleißig weiter Überholt, natürlich mit viel zu hohen Wattzahlen. Irgendwann hatte ich mich dann noch verschaltet, schon lag ich auf dem Boden. Zum Glück bei einem sehr geringen Tempo. Ist also nichts passiert. Direkt weiter aufs Rad und treten.

War froh als die Berge um waren, wenigstens die Anstiege und man konnte wieder das Tempo erhöhen. Gesamt waren es dann 700hm. Abfahrten waren schon recht knackig. Vor allem die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen fand ich etwas nervig. Ab Kilometer 60, als die Strecke wieder flach wurde, wurde es auch für mich anstrengend. Hatte mich zwar gut an meinen Ernährungsplan gehalten, aber jetzt merkte ich die fehlenden Radkilometer. Wollte trotzdem nicht alle an mir vorbei ziehen lassen. Also weiter, Gas geben. Ab Kilometer 73 hatte ich mir vorgenommen noch 10 Triathleten zu überholen. Das sollte reichen, dann locker angehen lassen. Das Feld hat sich bis dahin auch schon richtig in die Länge gezogen. Die Guten waren vorne, die Schlechteren hinten. Ich steckte wohl irgendwo mitten drin. Die ersten 10 hatte ich dann überholt, dann noch mal 10, dann noch mal 10. Da war schon die Ziellinie. Ja, geschafft, jetzt nur noch 21km laufen und versuchen nicht zusammen zubrechen.

Rad abstellen und wieder die 500m quer über die Wechselzone bis zum Zelt laufen. Hätte die Radschuhe spätestens hier ausziehen sollen. Klappte auch so. Schnell umziehen und ab auf die Laufstrecke. Es wurde langsam richtig heiß. Im nach hinein wurden 35°C gemessen. Das Tempo am Anfang war ganz angenehm. Durch den Wechselzonenlauf, war das Eiern nach dem Rad weg. Konnte also direkt das richtige Renntempo angestimmt werden. Erste mal ne kurze Beschwerde an die Rennleitung. Die Laufstrecke war ne Katastrophe. Man kann nicht die Athleten, die eh schon kaputt vom Radfahren sind, auf einem Kopfsteinpflaster laufen lassen, wobei die Hälfte der Steine fehlt. Man war mehr damit beschäftigt sich auf den Weg vor sich zu konzentrieren als auf das Rennen an sich. Da es da nicht zu Stürzen kam, hat mich eigentlich gewundert. Mein Tempo konnte ich aber gut halten. Wenigsten die ersten Kilometer. Es waren 4 Runden die man laufen musste. Die ersten zwei sind super verlaufen. Knappe 46min gebraucht. Ab da fing es an schwer zu werden. Bin nach jedem Verpflegungstand ein Stück gegangen, dann wieder Tempo angezogen. War wieder fast nur am Überholen. Es kam selten jemand von hinten an mir voran. Man merkte, dass die Sonne die Leute richtig in die Knie zwang. Es gab vielleicht 10m Schatten auf der gesamten Laufstrecke, der Rest, pure Sonne. Die letzten 3km gab ich noch mal richtig Gas, wollte nur noch ankommen. Die 11 weiteren Kilometer bin ich in knapp 56min gelaufen. Also eigentlich eine gut vertretbare Zeit für ein Halbmarathon nach solchen Strapazen im Vorfeld.  Dann noch eine kurze Beschwerde an die Veranstalter. Das letzte Stück über den Strand. Als ob man bis dahin nicht genug Probleme beim laufen gehabt hätte und dann noch die Brücke zum Schluss. Irgendwann hört der Spaß auf.

Ziel nach 5:11Std. laut meiner Uhr erreicht. Die Auswertung laut der Chipmessung war mir bis jetzt noch schleierhaft was die genau gemessen hatten.  Im Zielbereich gab es leider nicht wirklich viel Verpflegung. Außer Pflaumen, Bananen und Äpfeln, habe ich da leider nichts anderes, Essbares gefunden. Schade. Hätte mich auf feste Nahrung gefreut, nach dem ganzen Powerbar-Gel-Verzehr.  An sich ein sehr schöne Wettkampf, den man sehr schön in ein Trainingslager mit einbauen kann. Klar das die sich noch verbessern müssen, war auch eine Prämiere, aber das wird bestimmt schon. Beim nächsten Mal werde ich das Hotel direkt in Alcudia buchen und nicht in Arenal.

Man ist näher am Geschehen, hat nicht den Stress mit der An- und Abreise am Wettkampftag. Kann schnell ins Hotel, Duschen, sich fertig machen und noch Mal auf die Strecke gehen. Mit dem Duschen klappte es leider nicht, die gab es nicht. Nur die Duschen die es am Strand für Touristen gab. Es war zwar nicht schlimm, man hätte sich aber schon gefreut, eine schöne Dusche nach so einer Hitzeschlacht nehmen zu können.  Nächstes Jahr, abwarten, vielleicht bin ich wieder dabei...

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Duathlon Mönchengladbach

Mein erster Duathlon. War schon etwas aufgeregt. Nach letzte Woche beim Brücken Lauf in Düsseldorf und einer sehr guten Zeit, wollte ich natürlich auch hier eine gute Leistung bringen.

Sehr gut aufgewärmt ging es an den Start. Der Startschuss fiel und wieder dasselbe Problem, dsas ich schon in Düsseldorf hatte. Alle langsamen Läufer genau vor mir und keine Möglichkeit an denen vorbei zu ziehen. Einer hat sich dazu noch genau vor meinen Füssen hingelegt.

Es war schon recht anstrengend gegen den Wind zu laufen. Es war ein 2,5km Wendekurs. Man musste also zwei Mal voll in den Wind hinein laufen. Hatte mich nach ca. 1km an Paar Läufer dran gehängt die ein gutes Tempo drauf hatten. Hatte versucht deren Windschatten auszunutzen. Das Laufen der ersten 5km klappte sehr gut, nach 18:41min war ich in der Wechselzone. Wieder eine Bestzeit auf 5km raus gelaufen.

Erste Wechsel ging etwas zu langsam, muss noch dran gearbeitet werden bis zu den wichtigen Rennen.

Rad, 20km, auch wieder sehr windig, ist an sich ganz gut verlaufen. Bin halt durch das knappe Training nichts mehr gewöhnt, daher auch die Zeit von 35:19min. Wäre vor zwei Jahren bestimmt besser gelaufen.  Zweite Wechsel war etwas schwieriger, die Beine waren schon etwas schwer.

Laufen hingegen hat richtig Spaß gemacht. Hatte zwar gemerkt, dass ich da an meine Grenzen gehe, zwischendurch ist mir auf die Luft weg geblieben vor Anstrengung, aber mit einer Zeit von 9:17min auf 2,5km kann man sich nicht beschweren.

An sich ein sehr gelungener Wettkampf, den man gerne zur Vorbereitung auf die Saison nutzen kann. Organisation war auch spitze. Alles in einem, es hat super viel Spaß gemacht und mit dem Gesamtergebnis von 1:03:19Std. bin ich auch sehr zufrieden. Platz Gesamt 27, AK 4 bei einem Startfeld von 190 Personen.

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Düsseldorf Brückenlauf

Sehr motiviert und ausgeschlafen startete ich meine Radtour nach Düsseldorf. War schon richtig gespannt, was der Wettkampf bringen wird. Es sollte nur die Zeit vom letzten Jahr etwas unterboten werden.

Einlaufen hat noch super geklappt, alles lief reibungslos. Dann fiel der Startschuss. Wie immer war es sehr eng und man kam schwer zwischen den Menschen voran. Verstehe eh nicht, warum sich immer die langsamen Läufer nach vorne drängen.

Ab Kilometer 2 bekam ich Probleme mit der Ferse, ein Blase eingelaufen, wobei es dazu noch anfing zu bluten. Versuchte mir da noch mal die Socke hoch zuziehen. Leider klappte es nicht. Hatte schlicht weg die falschen Socken für diese Schuhe angezogen. Nach Kilometer 5 musste ich das Rennen beenden. Bis dahin alles super gelaufen. Sogar meine Zeit auf 5km konnte ich verbessern und auf unter 20min bringen.

Trotz Hitze wäre es wahrscheinlich meine Bestzeit auf 10km geworden, leider werde ich es nicht mehr heraus finden können. Nächstes Jahr der nächste Versuch...

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Wersten 10km Lauf

Es war ein perfekter Tag zum laufen, nicht zu warm und trocken. Dazu war ich zum ersten Mal seit langem ausgeschlafen zu einem Wettkampf gefahren.

Der Lauf an sich ist gut organisiert. Man kennt hier viele Läufer. Wie auch dieses Jahr.

Ich habe mir für diesen Lauf nicht viel vorgenommen, wollte irgendwo unter 43min in Ziel laufen. War mir aber nicht sicher ob es machbar ist. Durch die vielen Verletzungen konnte ich mein Training nicht so entwickeln wie ich es wollte.

Naja...der Startschuss fiel und ich rannte los. So schnell wollte ich eigentlich nicht, aber nach dem ersten Kilometer stellte ich erstmal fest, dass die Zeit bei 3:44min pro Kilometer war. Das war eindeutig zu schnell für meine Verhältnisse. Daher etwas ruhiger angehen gelassen. Beim Kilometer 5 musste ich dann schließlich eine kurze Pinkelpause einlegen oder sagen wir mal so, es ging eher um das verschnaufen. Die Lunge war leicht überfordert. Nach ca. 1min ging es dann weiter, glaube schon wieder zu schnell. Musste eine kleine Steigung bei Kilometer 7 kurz gehen. Lunge wollte mal wieder nicht. Wieder laufen, dieses Mal packte mich die Lust noch paar Läufer zu überholen bevor der Lauf zu Ende war. Drei oder vier Läufer konnte ich noch einholen, die mich auf dem Berg überholt hatten. Dann noch mal ein Endspurt eingelegt, noch jemanden überholt. Noch die Runde um den Sportplatz. Kurze Blick auf die Uhr, ich muss schneller werden sonst klappt es mit den 43min nicht. Noch ein Tick schneller, die Lunge brannte, die Beine wollten dann auch nicht mehr so ganz. Zieleinlauf, 42:55min laut meiner Uhr. Es war geschafft was ich mir vorgenommen hatte. Hatte zwischendurch zwar nicht mehr dran geglaubt, aber es hat funktioniert. Muss dazu sagen, dass der Endspurt kurzzeitig an der Brechgrenze lag und der Körper nicht wirklich mehr laufen wollte.

Das Ziel war erreicht...

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Leverkusen Triathlon

Regen, Regen, Regen...

So sollte es noch den ganzen Tag weiter gehen...

Nach einer langen verletzungsbedingten Trainingspause stand der erste Wettkampf vor der Tür. Es handelte sich zwar nur um eine Olympische Distanz, die kann aber ohne Vorbereitung auch ganz schön lang werden.

Da ich schon letztes Jahr hier am Start war, kannte ich mich gut aus. Die Anfahrt war zwar noch etwas chaotisch, konnte mich nicht mehr so ganz an den Weg erinnern, daher auch zwei Mal verfahren. Sonst wurde aber alles in alle Ruhe erledigt. Die Startnummer Abholung,  das Einchecken, sowie auch paar nette Gespräche mit anderen Teilnehmern.

Wenn da bloss nicht der Regen wäre...

Das einzige was nicht ganz geklärt werden konnte war, wann starte ich eigentlich. Es gab zwei Gruppen. Hatte dann einfach Mal die zweite genommen.  Nur mit Badehose ausgerüstet ging ich dann zum Start. Es war Arsch kalt. Tut mir leid für den Ausdruck. Dafür war das Wasser schon etwas wärmer. Mit nur drei Leute auf der Bahn, normalerweise sind es 7-8, war das Schwimmen sehr angenehm. Das schlechte Wetter hatte viele Leute vom Start abgeschreckt, das konnte man an der sehr überschaubaren Wechselzone mit sehr wenig Rädern sehen.

Wieder zum Wettkampf. Schwimmen, wenigstens die ersten 200m liefen super, danach war die Muskulatur so aufgepumpt, die Herzfrequenz so am rasen, dass ich die erste Brustbahn einlegen musste. So ging es dann auch weiter. War froh als die 1000m vorbei waren. Nach 23min bin ich dem Wasser entflohen.  Wechsel zum Rad war gar nicht so einfach. Wollte mich etwas wärmeres anziehen. Das hat sich schwerer gestalltet als ich es angenommen hatte. Auf die nasse Haut etwas enges anzuziehen ist gar nicht so einfach. Irgendwann war ich dann doch fertig. Ohne jegliche Power Gels, die hatte ich zu Hause vergessen, ging es auf die Radstrecke. Es waren schon viele unterwegs gewesen, konnte man aber nicht ganz einschätzen, ob es die aus meiner Startergruppe oder aus der vorherigen waren. Daher ohne auf die Anderen zu achten mein Tempo gefahren.  Wenn da bloss nicht der Regen wäre...

Nach knapp 1:20 Std. vom Rad abgestiegen. Völlig durchnässt und durchgefroren. Aber mit Spaß auf den Backen ab zum Laufen. Die ersten 5km waren die Höhle. Die Schienbeinmuskulatur hat durch die Kälte komplett zugemacht. Jede Schritt schmerzte, wollte aber vom Tempo her nicht nachlassen. Bei der zweiten runde musste ich die halbe Steigung gehen, danach direkt wieder laufen. Es war schwer, aber nach 45min war ich mit dem Laufen fertig.

An sich eine sehr gute Zeit, wenn man bedenkt, dass ich fast 7 Wochen gar nicht laufen und radeln konnte und meine letzte Schwimmeinheit ein halbes Jahr zurück liegt. Jetzt kann es ja nur noch besser werden.

Fazit der Veranstaltung:  Wenn da bloss nicht der Regen wäre...

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Barcelona Challenge

Barcelona ist immer schon eine Stadt gewesen, die ich mal so richtig erleben wollte. Oder war es eher das Nachtleben der spanischen Großstadt?  Jetzt konnte ich es mit einem schönen Wettkampf verbinden, der dort zum ersten Mal ausgetragen wurde.

Challenge Barcelona Maresme 04.10.2009  4:30 Uhr, Aufstehen, etwas Rumpfstabi um wach zu werden, Frühstück mit anderen Verrückten, die den Tag heute opfern um eine Langdistanz im Triathlon zu absolvieren. Die Hängersmahlzeit hat super geschmeckt.

5:10 Uhr wieder im Bett. Noch mal hingelegt, 30min entspannt, versucht das Frühstück zu verdauen, bevor es zum Start geht. 

5:40 Uhr letzten Klamotten gepackt, ab zum Start. Der Weg dauert nur knappe 10min vom Hotel aus, wenn man ganz langsam geht. 

6:00 Uhr Bikepark erreicht. Sind schon recht viele Leute hier, bedenkt man, dass der Start der ersten Gruppe erst in 75min losgeht. Naja, Vorbereitung ist alles. Tasche am Rad hingestellt und erstmal in einer etwas ruhigeren Ecke hingelegt. Musste mich noch etwas von dem Weg vom Hotel bis hierhin erholen. Immerhin 10min gehen. Jede Anstrengung vor dem Renne vermeiden.

6:30 Uhr Bike aufpumpen, Radflaschen dran, Neo an und langsam Richtung Strand bewegen.

7:00 Uhr da ich meine Uhr im Rucksack gelassen hatte, musste ich mich auf die Durchsagen der Moderatoren verlassen. Die waren aber mehr als chaotisch. Konnten sich nicht so recht entscheiden, welche Sprache sie sprechen sollten. Zum Glück konnte man aus dem Spanischen, Englischen, Italienischen, Französischen, Deutschen irgendetwas zusammen reimen. Um 7 Uhr gingen die Profis an den Start. Das Schöne hier ist, dass man sich den Start, wenn man in einer späteren Gruppe startet, anschauen kann. War also super gewesen. Die Jungs sind richtig schnell losgeschwommen, aber auch nicht wirklich in der optimalen Linie. Es war noch recht dunkel, vielleicht haben sie deswegen die Bojen nicht recht gut sehen können. Danach ging es in 5 Minuten Abständen weiter. Ich war als fünfter dran.

7:20Uhr es geht los, die Gruppen sind ca. 200 Mann groß. Es gab keine Rangeleien oder sonstige Schlägereien beim Start. Die erste Boje kommt nach 200m. Von da aus geht es nach rechts weg, entlang des Strandes. Nach 1450m kommt ein U-Turn um zwei Bojen. Da bin ich leider direkt auf die zweite Boje zugeschwommen. Zum Glück früh genug bemerkt, schnell abgedreht und einmal um beide Bojen rumgeschwommen. Vielleicht ein Umweg von 50m gemacht. Danach wieder gerade aus, 1750m, Linksturn und ab zum Schwimmausstieg. Auf dem Rückweg wurden die Wellen aber schon beträchtlich höher. Ab und zu war es schon recht schwierig die Bojen zu sehen oder nach Luft zu schnappen. Ist aber recht gut gelaufen. Da ich keine Uhr hatte, hatte ich keine Ahnung wie schnell ich war. Es kam mir aber schon recht schnell vor. In nachhinein, 1:11:51 Std. Ist doch für meine Verhältnisse als Nichtschwimmer prima.

8:35 Uhr ab aufs Rad und los. Wie erwartet waren alle Räder die neben meinem standen schon weg. Daher auch keine Probleme gehabt das Rad auf Anhieb zu finden. Die ersten 3-km gingen durch die Stadt. Leider sind die Straßen hier nicht so der Knaller. Verkehrsinseln, Schlaglöcher. War ja nur ein kleines Stück von den insgesamt 180-km.

Es sind drei Runden zu fahren, 2x69-km und die letzte Runde den Rest. Die ersten 10-km hatte ich leichte Schwierigkeiten mein Tempo zu finden. Es geht erstmal sehr wellig auf und ab. Irgendwann wird es dann flacher, auch wenn der Wind schon sehr anstrengend war. Nach knappen 10-km fand ich dann den richtigen Rhythmus und kam gut voran. Fing auch langsam an andere Teilnehmer zu überholen, so wie ich es von anderen Rennen her gewohnt bin. Die Lust war voll da und es ging richtig gut voran. Bei Kilometer 30 kam ich in eine Gruppe rein, wo jeder dasselbe Tempo gefahren ist. Es machte keinen Sinn einen zu überholen. Man wusste im voraus, dass der jenige beim nächsten leichten Anstieg wieder vor einen her gurken würde. Es gilt hier auch das Windschatten fahren verboten ist. Man musste also schon etwas aufpassen, wie nah die anderen an einem dran waren. Die einzige Lösung war eine Pinkelpause. Das war auch bitternötig gewesen. Danach hatte ich wieder freie Fahrt. Erste Runde lief super. Bei der zweiten Runde dasselbe Spiel. Vier Jungs hatten mich eingeholt. Bin dieses Mal einfach  drangeblieben, mit einem gewissen Abstand, aber es war ein gutes Tempo. Zwei, drei Mal fuhren die Kampfrichter an uns vorbei, zu mir sagten sie nichts, war ja auch ganz hinten, bei den anderen waren sie etwas mehr beschäftigt. Straffen gab es aber keine. Nach ca. 10-km musste der erste der Jungs abreißen lassen. Bei Kilometer 110 war es dann bei mir soweit. Im Training, war meine längste Strecke 90km gewesen. Ich wusste schon vorher, dass es irgendwann soweit sein wird. Aber dass es so schlimm sein wird, dass hätte ich nicht gedacht. Die Wattzahlen fielen von 200-240 auf 140-160. Mehr ging einfach nicht. Hatte mich richtig quälen müssen überhaupt noch die Pedale zu bewegen. Ich fing an mir irgendetwas vorzustellen, an etwas anderes zu denken und von den Schmerzen in den Beinen abzulenken. Meine Gruppe ist natürlich da schon weg gewesen. Ab Kilometer 130 ging es dann wieder etwas besser. Hatte nur noch eine Runde zu drehen und die war wesentlich kürzer als die davor. Obwohl es eine Ewigkeit gedauert hatte in der letzten Runde bis die Wende kam und man Richtung Ziel fahren konnte.

Bei der zweiten Runde sah ich ein 5 Euro schein auf dem Boden liegen. Wollte zwar abbremsen und den mitnehmen, entschied mich aber weiter zu fahren. Warum ich das hätte machen sollen, das kommt später. Bei der dritten Runde auf der Hinfahrt lag er noch da. Dachte, wenn ich gleich zurückfahre, nehme ich den mit. Leider war dann doch einer schneller. Zwei Möglichkeiten nicht ausgenutzt. Bei der dritten war es dann zu spät.

War auf jeden Fall richtig froh im Radziel angekommen zu sein. War dieses Mal nicht sehr schwer mein Platz zu finden, da noch nicht viele Räder im Park standen. Hatte wohl doch ein Paar Leute überholen können.

Es ist schön wenn man eine Radstrecke wie hier fährt. Man kann immer die anderen Fahrer sehen die einem entgegenkommen. Vor allem die Profis, die noch mal etwas schneller unterwegs sind als wir Normalos.

Nach 5:12:16 Std. bin ich im Ziel angekommen. Jetzt war nur noch Laufen angesagt.

13:50 Uhr ab auf die Laufstrecke. Wechsel ging recht schnell, waren vielleicht 4 oder 5 Athleten im Zelt. Der Anfang der Laufstrecke ging quer über ein Schotterweg und irgendwelche Fischerhäuser herum. Kein Mensch zu sehen, sehr holperig und verstaubt. Dachte mir nur, wenn das die Laufstrecke ist, dann kann ich direkt aufgeben. Es wurde aber besser. Durch eine Unterführung, also runter und wieder rauf ging es auf die Hauptstrasse raus. Das war die eigentliche Laufstrecke. Es war zu dem Zeitpunkt super heiß. Gefühlte 40-45°C. Nach einer Gefühlten Ewigkeit kam die erste Verpflegungsstation und sehe da, keine Cola in Sicht. Pepsi ist einfach von dem Wettkampf abgesprungen, somit haben die Spanier sich gedacht, bieten wir den Läufern nur Getorade und Wasser an. Es gab Beschwerden von jedem Triathleten, jeder fragt nach Cola. Nach drei Kilometern musste ich ein Stück gehen, der Kopf hat abgeschaltet. Die Hitze war erdrückend. Ich habe mich so auf einen Schluck kalte Cola gefreut. Da kam die Rettung. Ein Zuschauer, glaube es war ein Österreicher, bot mir ein Schluck Cola an. Das hat mich dann über die nächsten Paar Kilometer getragen. Es war aber nicht genug gewesen. Jetzt kommen nämlich die 5 Euro in Spiel. Hätte ich die gehabt, hätte ich zum Supermarkt gehen können und mir selber was kaufen können. Shit happens...

Es ging immer Stückweise voran, etwas gehen, etwas laufen. Es sind insgesamt vier Runden zu laufen. In der zweiten Runde, hatten sich die Spanier gnädig gezeigt. Eine ganze Lieferung Cola wurde an einer der Verpflegungsstationen gebracht. Die Beschwerden aller Athleten hatte wohl Wirkung gezeigt. Also alle 5km ein Becher Cola. Sollte reichen.

In der zweiten und dritten Runde habe ich mich in ein Restaurant hingestellt und Salz gefuttert.

Die Leute hatten mich zwar etwas komisch angeschaut beim ersten mal, beim zweiten mal hatten die mir das Salz direkt in die Hände gedrückt. Fanden es alle sehr lustig.  Denke aber dass es bei mir der Kopf ist, der abschaltet und nicht mehr weiter laufen will. Irgendwann bei Kilometer 18 sagte ich mir, jetzt versuchen so weit wie es geht zu laufen und schauen was dabei rauskommt. Beine waren ok, nur der Kopf... Es wurde immer besser. Es ging immer 2,5km gut, bis zu Verpflegungsstation, danach Stück gehen und wieder laufen. Bei den letzten 4 km wollte ich eigentlich gar nicht mehr. Wollte aber ankommen, bevor es dunkel wird. Also noch mal die letzten Kräfte mobilisieren, oder sagen wir mal so, den Kopf abschalten und los. Es hat geklappt. Die letzten zwei Kilometer waren wieder richtig hart, es ging wieder durch die Wüstenlandschaft. Schotterweg, heiß und staubig und keine Ende in Sicht. Dann noch einmal um den Bikepark herum und das Ziel war in greifbarer Nähe. Die letzten Meter auf den roten Teppich habe ich richtig genossen. Langsam durchgegangen. Die Stimmung genossen.  Marathonzeit, 4:20:28 Std. Eigentlich eine Katastrophe, aber was soll man machen.

Gesamtzeit, 10:49:59 Std. Platzierung Gesamt 381, AK30 74  Das war mein Challenge Barcelona. Sehr interessantes Rennen, eine schöne Schwimm und Radstrecke. Könnte alles noch schneller werden, wenn man richtig vorbereitet ist. Laufen im Grunde genommen auch sehr angenehm. Es waren Paar Zuschauer da gewesen, viele rein aus Zufall, Touristen die gerade beim Essen oder in Cafés gesessen hatten. Für die war es bestimmt sehr interessant, sich so viele Vollidioten anzuschauen, die bei solchen Temperaturen, ein Marathon laufen.  Verpflegung sollte noch verbessert werden, während und auch nach dem Rennen. Aber dafür, dass es in Barcelona zum ersten mal stattgefunden hat, war es in Ordnung.

Radabholung, im vergleich zu anderen Rennen in Deutschland, sehe Frankfurt, Wiesbaden, dauerte knappe 2min und war sehr unproblematisch.  Die Nacht nach dem Rennen war die Hölle. Alles schmerzt, ist aber eher äußerlich. Berührungsschmerz. Die Muskulatur ist ok, kann normal laufen im Gegensatz zu den anderen Athleten die ich hier so gesehen hatte. Kann ja nur noch besser werden. Ein Monat Erholung, danach kann es mit der Vorbereitung auf die nächsten Rennen wieder losgehen.

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Frankfurt Ironman

Ironman Frankfurt 2009

Geiles rennen, leider zum Schluß zu warm um schnell durchlaufen zu können. Die Motivation war dann auch noch weg...

Somit nur 10:33 Std. und keine Hawaii Quali.

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Leverkusen Olympische Distanz

Leverkusen Olympische Distanz

So eine Distanz hatte ich nur am Anfang meine Karierre als Triathlet bestritten, das lag vier Jahre zurück. Seit dem waren es eher die Mittel- oder Ironman Distanzen die mich gereizt hatten.

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Martinslauf 21-km

TG81 Lauf

Das zweite Mal, dass ich bei diesem Rennen an den Start ging.

Es ist eine schöne 10-km Runde, die sich leicht hügelig um den Werstener Park sich entlang zieht. Topzeiten konnten geplant werden, sofern das Wetter einem keinen Streich macht.

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Erftlauf Neuss 15km

Erftlauf in Neuss

Es war mein zweiter 15km Lauf den ich gemacht hatte. 2007 war es ein Rennen direkt nach dem Ironman in Florida. Damals nicht ganz erholt an den Start gegangen. Dabei eine Bestzeit von 59:43min gelaufen.

Dieses mal wollte ich es besser machen. Also ein Saisonabschluß mit einem erfolgreichen Finish.

Und es hätte fast geklappt. Das Rennen hat gut angefangen, es war ein herrliches Wetter. Das Tempo war von Anfang an sehr hoch gewesen. War mir auch nicht sicher ob ich es solange halten kann. Nach ca. 6km hatte sich eine kleine Gruppe gebildet. Alle von uns sind ein gleichmässiges Tempo gelaufen, auch wenn die Gruppe von meiner Sicht her etwas chaotisch gelaufen ist. Einer der Läufer lief mir ständig vor den Füssen herum, egal in welche Richtung ich auch immer ausweichen wollte. Irgendwann habe ich zum Überholen angesetzt. Hatte auch nicht mehr drauf geachtet wer mein Tempo mithalten konnte. Es war nur einer wie ich später feststellen konnte. Mit ihm bin ich auch den grössten Teil des Rennens gelaufen. Bei Kilometer 12 hatte ich einen kleinen Einbruch gehabt. Der hat zum Glück nur 20sec gedauert, die mir aber zum Schluss fehlten. Die letzten 3km waren schon recht anstrengend. Hatte die anderen Läufer noch vor mir gesehen, ans Überholen war aber nicht mehr zu denken. War froh einfach das Tempo halten zu können.

Am Ende wurde es der 19 Platz in der Gesamtwertung und der 2 in der Altersklasse 30-34. Bei einer Zeit von 1:00:11Std. konnte ich mein Ergebnis vor zwei Jahren leider auch nicht topen, auch wenn es nur 28sec unterschied sind.  Es war ein gelungene Saisonabschluss.

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Düsseldorf Brückenlauf

Brückenlauf Düsseldorf 

Als ich 2003 nach Düsseldorf umgezogen bin, war die Strecke des Brückenlaufs meine Anfängerlaufrunde. Damals war ich froh, eine der Runden überhaupt geschafft zu haben. Lange Baumwollhose, T-Shirt und einfache Turnschuhe waren meine damaligen Trainingsutensilien. Heute wollte ich zwei Runden und das in einem Wettkampf Tempo schaffen.

Der Laufkurs ist abgesehen von den zwei Steigungen pro Runde über die Rheinknie- und Oberkasselerbrücke eher flach. An den beiden Brücken trennt sich die Spreu vom Weizen.

Eigentlich sollte es nur der 10-km Lauf werden. Wenn man sich aber die Startzeiten im Vorhinein nicht richtig anschaut hat, kann es passieren, dass man zur falschen Uhrzeit am Start erscheint. Da war es dann leider schon zu spät, mich aus dem Pulk der Läufer zu entfernen. Aus dem 5-km Lauf wurde dann ein Aufwärmen, aus dem 10-km Lauf, der eine Stunde später losging - na ja...

In beiden Läufen konnte ich, trotz der vielen Teilnehmer, sehr gute Ergebnisse erzielen.

Ergebnisse:  5km Lauf in 20:12min Platz 24  10km Lauf in 40:48min Platz 43  Im Großen und Ganzen zwei gelungene Wettkämpfe.

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Benrath Halbmarathon

Benrath Halbmarathon 11.04.2009

Es war ein schöner Tag für einen Vorbereitungswettkampf. Super Wetter, der Start war nicht zu früh und die Organisation war auch gelungen.

Bei einem nicht zu großen Startfeld, war es sehr angenehm zu laufen. Es gab keine Drängeleien am Start. Jeder konnte seine angestrebte Bestzeit erreichen.

Direkt von Anfang an konnte ich mich an die zweite Frau hängen, somit auch ein schönes konstantes Tempo laufen. Leider hatte ich sie nach der ersten Verpflegungsstelle überholt. Von da an war es schwieriger mich an jemanden ran zu hängen. Alle Läufer, die vor mir liefen waren zu weit entfernt, um sie bei einem konstanten Tempo einholen zu können. Um dies zu erreichen, musste ich mein gesetztes Tempolimit überschreiten. Hat aber super geklappt, somit fand ich auch ein gutes Trio, mit dem ich das Rennen beendet habe. Mit der Gesamtzeit von 1:31:50std war ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden.

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Fisherman´s Friend Strongman in Weeze

Fisherman´s Friend Strongman in Weeze 

Ein Wettkampf bei dem der Name für sich spricht.

Am 29.03. war es dann soweit. Es sollte ein besonderes Rennen werden, wobei es dabei nur ums Ankommen ging. Es war immerhin der erste Wettkampf in der Saison.  Schon sehr früh am Morgen machte ich mich mit Mads auf den Weg nach Weeze. Da wir erst am Wettkampftag die Startunterlagen abholten, war es ratsam früh da zu sein.

Schon an der Autobahnausfahrt war der Weg mit riesigen Werbebannern gekennzeichnet. Es war also kein Problem, das Militärgelände zu finden.

Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass die angebotenen Parkplätze sich auf einer riesigen Wiesen befanden. Der Himmel sah sehr nach Regen aus. Wir hatten Bedenken, den Parkplatz jemals wieder verlassen zu können. Später hatte sich aber das Blatt gewendet und die Sonne ließ sich zwischen den Wolken blicken.

Die Startnummerausgabe ging recht flott, somit hatten wir ausreichend Zeit, ausgiebig zu frühstücken und uns für den Tag zu stärken.

Nach einer kurzen Streckenbesichtigung fingen wir an, uns auf die bevorstehenden Strapazen mental einzustellen. War mir dabei nicht ganz sicher, was ich anziehen soll. Ich entschied mich schließlich für einen kurzen Neo, ¾ Laufhose, ein Surfshirt, Mütze und Handschuhe. Natürlich  durften die Compressionssocken nicht fehlen. Paar alte Schuhe hatte ich in meinem Schrank auch noch gefunden.

Für jeden der bei dem Wettkampf mitmachen möchte ein paar kurze Tipps: Schuhe. Irgendetwas altes, auf jeden Fall welche, die beim durchqueren der Ziellinie direkt in die Mühltonne abgeschoben werden können. Dabei ist aber trotz allem wichtig, dass die Schuhe Profil haben, um auf der Laufstrecke besser voran zu kommen.

Um die Schuhe im Matsch nicht zu verlieren, soll Klebeband helfen.

Alles was man anzieht, sollte wasserabweisend sein. Es darf sich nicht mit Wasser vollsaugen, halbwegs warmhalten und entbehrlich sein. Es ist ganz schwer den Dreck aus der Kleidung wieder zu entfernen.

Der Wettkampf an sich: zwei Runden à 9km mit einigen Hindernissen. Paar Steigungen, steil abwärts führende Wege durch Matsch und Schlamm, bauch- oder brusttiefe lange Wassergräben, Sandwege und -berge, Strohballenstapel, unbefestigte Wege, Seilnetze zum Klettern, Reifenstapel und zu guter Letzt, ein ca. 100m langer Wassergraben, den man durchschwimmen musste. Dieser hatte leider nur 4°C.

Zum Glück gab es ausreichend Sicherheits- und Rettungskräfte, die für Notfälle gut gerüstet waren.  Nach 2:19:20std hatte ich als 673 das Ziel durchquert.  Durch die vielen Hindernisse, Wassergräben und die stark schwankenden Temperaturunterschiede ist es kein normaler 18km Lauf. Das mussten auch anderer Teilnehmer feststellen. Es gab jede Menge Ausfälle, Knochenbrüche, Ohnmachtsanfälle. Es mussten sogar zwei Hindernisse in der zweiten Runde wegen zu vieler Unfälle gesperrt werden.

Fazit: Jeder, der immer schon etwas anderes machen wollte, als einen Marathon oder Ironman, der ist hier genau richtig.

Während ich durchs Ziel lief, waren meine Gedanken nur darauf ausgerichtet, nie wieder so etwas mit zu machen. Wenn ich mir im Nachhinein die Bilder vom Wettkampf anschaue, werde ich im kommenden Jahr wahrscheinlich wieder am Start stehen und eine neue Bestzeit anstreben.

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Nizza Ironman

Nach meinen drei harten wettkämpfen innerhalb der letzten Wochen, Lanzarote Ironman, Schweiz Halbdistanz und ein Halbmarathon in Leverkusen, war ich mir nicht so ganz sicher ob ich mich an den Nizza Wettkampf wagen sollte. Immerhin habe ich schon am Anfang des Jahres feststellen müssen das meine Jahresplanung was Wettkämpfe angeht recht beschi... gestaltet war. Da aber schon alles bezahlt gewesen war, wollte ich natürlich die Sache nicht verstreicheln lassen.

Also, es ging dann am Freitag nach einer langen Arbeitsnacht, immer hin hat Deutschland gegen Portugal beim Fußball gewonnen, am frühen morgen noch mal kurz zu Arbeit und danach direkt zum Flughafen. Flug, die ganze Anreise hat super geklappt, auch die Abholung in Nizza am Flughafen war perfekt. Was das Hotel angeht, muß ich sagen die Lage kann nicht besser sein, mitten in der Stadt, alles super Zentral. Leider ist das Zimmer mit dem Ausblick ins Hinterhof ausgerichtet, verdammt eng, so das ich mein Rad sogar auf dem Flur aufbauen musste. Immerhin TV mit zwei deutschen Kanälen. Der Freitag war dann nur noch zum Erholen gedacht. Stadtbesichtigung, mal kurz auf die Expo, Strand, von dem ich echt enttäuscht worden bin. Es gibt keinen Sand sondern nur Steine. Der Weg ins Meer hat sich also sehr Mühsam gestaltet. Man kann da kaum laufen und ich hoffe natürlich, das der Weg am Sonntag nicht genau so beschwerlich sein wird. Wasser ist auch nicht wirklich der Knaller, sehr trüb, wellig und mit Feuerqualen versetzt. Beim kurzen Schwimmversuch musste ich einigen ausweichen. Man will sich nicht verbrennen, ist nicht sehr hilfreich kurz vor einem Ironman. Samstag, früh am morgen aufs Rad und noch mal die letzte Runde fahren. Habe mich natürlich vorher erkundigt wo man lang fahren kann. Also egal welche Richtung man nimmt, überall Berge und die ersten 10-12km Stadtverkehr. Hatte natürlich gehofft, das es am frühen morgen besser sein wird.

Das hat dann auch geklappt. Die ersten 2km noch flach, danach nur noch Berg hoch. Hat aber Spaß gemacht. Insgesamt 20km, mehr wollte ich nicht machen und auch schön langsam das ganze. Den Rest des Tages mit entspannen verbracht. Sonntag Frühstück im Hotel erst um 5:30Uhr, der Start ist aber um 6:30Uhr. Also völliger Schwachsinn.  Hatte aber vorher schon mal vorgesorgt, Brot, Nutella gekauft und selber im Zimmer gefrühstückt. Beim Einchecken ist alles gut gelaufen, die Verständigung ist etwas schwierig, da die Franzosen immer noch kein englisch können, aber man kommt zurecht. Es sind fast 2600 Athleten am Start. Das hieß schon im voraus, viel Stress beim Schwimmen. Nach dem Anziehen ab zum Strand. Dort muß man sich erstmal auf den Steinen hinstellen und versuche durchzuhalten. Es gibt hier kein Sand, nur Steine. Da tun die Füße so richtig weh. Um 6:30Uhr geht es auf die 3,8km lange Schwimmstrecke. Die erste Runde ging eigentlich ohne große Schlägereien aus. Hatte zwar Probleme wie immer, d.h. kam nicht wirklich gut voran, aber das ist bei mir nichts neues. Das schöne an der Strecke ist, das die erste Runde 2,4km und die zweite 1,4km lang ist. Nach der ersten Runde ist man dann froh das die vorbei ist und die zweite um einiges kürzer ist. Nach 1:15min kam ich dann aus dem Wasser raus. Ab aufs Rad und auf die Radstrecke. Die ersten 20km ging es noch flach ab, danach ging es so langsam rauf. Das schlimmste fand ich die erste lange Steigung, zwischen km 50-70 ging es nur aufwärts. Man hat das Gefühl gehabt das die Steigung niemals aufhört. Danach ging es eigentlich nur auf und ab bis die letzten 20km wieder flach verliefen mit sehr viel Gegenwind. Der hat es voll in sich. Vor allem fuhr eine Gruppe vor mir, ca. 200m, alle schön neben oder hintereinander. Dabei fuhr zwei Mal ein Schiedsrichter an denen vorbei ohne ein Wort zu sagen und ich musste mich alleine quälen. Kam wegen des Windes nicht an die Gruppe ran. Jetzt erst mal ein Tipp an alle, die mal auf die Idee kommen sollten, hierher zu kommen. Man muß dafür eine Bergziege und ein Kamikaze Fahrer sein. Bergziege für die Berge, auf den 1800hm muß man sich schon richtig anstrengen. Kamikaze Fahrer, bei den Abfahrten muß man genau wissen wie man die Kurven nimmt und vor allem keine Angst haben, Vollgas zu geben. Die meisten Leute habe ich auf den Abfahrten überholen können. Die Leute hatten richtig Schiss gehabt Gas zu geben. In jeder Kurve fingen die an zu bremsen und keine traute sich zu überholen, vor allem fuhren alle mitten auf der Straße. Die meisten haben sich auch bei den Auffahrten völlig ausgepowert, statt sich da langsam hoch zu quälen und die Abfahrten haben sie ja wie gesagt kaum Gas gegeben. Das was bei mir ein Problem war, nach dem Radfahren brannten mir so die Füße das ich eigentlich gar nicht mehr ans laufen dachte. Wollte nach dem rad eigentlich direkt aufhören. Nach einer kurzen Pause im Umziehzelt habe ich mich aufgerafft und fing an zu laufen. Nach den ersten 5km musste ich feststellen, das ich rechts unter dem Fuß wohl eine fette Blase hatte, die beim jeden Auftritt so richtig weh getan hat. Hatte da schon ans aufgeben gedacht, bin auch knappen Kilometer gegangen, dann aber doch wieder angefangen zu laufen. Die erste Runde habe ich irgend wie überstanden, bei der zweiten kamen noch Rückenschmerzen dazu die mich völlig aus dem Rhythmus gebracht hatten. Nach der zweiten Runde bin ich dann ausgestiegen. Körperlich fühlte ich mich eigentlich noch recht fit. Meine rechte Fußsohle und der Rücken haben mich aber nicht weiter machen lassen. Fazit, das Rennen ist super, sehr empfehlenswert. Werde es bestimmt noch mal machen. Man muß aber schon viele Berge gefahren sein und mit Hitze zurecht kommen. Es waren immerhin knappe 40°C, wenigstens hat sich das so angefühlt. Naja, jetzt kommt erst mal eine Woche nichts tun. Sauna, entspannen, schlafen und etwas arbeiten, das wäre dann aber alles. Auf keinen Fall trainieren. Nach so vielen Wettkämpfen dieses Jahr brauche ich auf jeden Fall Pause. Steht immerhin noch Wiesbaden und Florida auf dem Programm dieses Jahr. Das war dann alles aus Nizza.

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Rappersvil Ironman 70.3

Es sind gerade mal sieben Tage her , da habe ich einen Ironman auf Lanzarote hinter mich gebracht. Es geht direkt weiter. Nicht die beste Saisonplanung, aber ein Test der körperlichen Substanz. Rappersvil Ironman 70.3.

Knappe 6 Std. hatte die Anreise gedauert, es war sehr eintönig und vor allem sehr langweilig gewesen. Mental eine super vorbereitung auf den Wettkampf, so alleine auf sich gestellt zu sein.

Die Belohnung für die lange Anreise war ein gutes Abendessen beim Italiener um die Ecke und eine super Unterbringung in einem sehr noblen Hotel. Wenigstens sieht es heute noch so aus, warten wir bis morgen ab wenn ich dann mal ausgeschlafen hatte.

Das einzige was mich an dem Hotel wirklich störte, ist das ich mein Rad nicht mit aufs Zimmer nehmen konnte, sondern es im Auto liegen lassen musste. War aber kein all zu großes Problem gewesen. Die Schweizer sind ehrliche Menschen.  Samstag, ein Tag vor dem Wettkampf. 6 Uhr aufstehen und erst mal ne kurze Runde laufen mit Paar kurzen Steigungen.  Danach Frühst

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Lanzarote Ironman

Es sollte ein langer Tag werden. Da ich dieses Jahr mit einem echten Profi, Marco Schnittchen, das Zimmer geteilt hatte, wurde ich gezwungen schon um 3Uhr in der früh aufzustehen um zu Frühstücken. War zwar sehr früh für mich, aber es war gar nicht so schlecht, da man in alle ruhe Frühstücken konnte und wenigstens nicht mit einem vollen Magen zum Wettkampf hin gegangen ist. Nach der reichhaltigen Mahlzeit gab es noch mal ne halbe Stunde Nickerchen, danach ging es aber schon zum Bus und zu Transferzone. Dort angekommen hatte man schon die aufgeregten Menschen sehen können. Es ging aber trotz allem sehr ruhig zu. Rad checken, aufpumpen, umziehen und um 7Uhr ab zum Strand. Schwimmstart lief Problemlos ab. Da die Schwimmstrecke entschärft worden ist und es keine 90° Kurve mehr nach 150m gab sondern nur eine ganz leichte Kurve gab, gab es wenigstens am Anfang keine Schlägereien im Wasser. Klar zieht eine oder andere am Bein oder man bekommt auch mal einen Schlag gegen die Schwimmbrille, aber das ist schon Standard den man von jedem anderen Wettkampf schon kennt. Das Schwimmen lief erstaunlicher Weise sehr gut für mich. War natürlich keine Top Zeit, aber ich bin locker nach der zweiten Runde aus dem Wasser gestiegen und fühlte mich sehr gut. Ohne jegliche Krämpfe freute ich mich schon auf die zweite Disziplin. Das Radfahren gestaltete sich sehr schwer. Es kam ein Nord Ost Wind, der dazu noch sehr stark war und nicht wirklich erlaubte schnell zu fahren. Habe da schon die Wettkampfteilnehmer bewundert die sich mit einer Scheibe hinten auf die Strecke getraut hatten. Bei mir ist es am Anfang noch alles ganz gut gelaufen, habe viele überholen können. Leider musste ich ab Kilometer 100 merken, das ich auf den Bergen gar nicht voran kam und meine Beine einfach nicht mehr wollten. Habe zwar noch versucht zu drücken, leider ging auf jeder noch so kleinen Steigung nichts. Berg ab ging es dafür aber sehr gut. Auf den letzten 20km stand mir eigentlich schon der Gedanke nach dem Radfahren das Rennen zu beenden. Wäre aber ungünstig wenn dort ein DNF stehen würde.

Also doch Laufen. Das gestaltete sich gar nicht so schwer, die ersten 15km wenigstens. Danach waren es nicht die Beine die nicht mehr wollten, sondern eher die Lunge die sich nicht mit Sauerstoff füllen wollte. Mal wieder leichte Schwierigkeiten mit der Atmung. Mußte leider immer wieder ein kleines Stück gehen und durchatmen bevor ich wieder zum laufen kam. Nach 3:43std war ich dann im Ziel und glücklich nicht abgebrochen zu haben auch wenn mir das Laufen schwer gefallen ist. War mal wieder ein schönes Rennen bei dem ich wieder an meine Grenzen gestoßen bin. Freue mich aber jetzt schon auf das nächste Rennen.

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Ironman South Africa

Nach einer langen Vorbereitung über die letzten drei Monate, bei denen ich 3 Trainingslager absolviert hatte, freute ich mich besonders auf die bevorstehende reise. Nach dem mich Ulfkordys, ein sehr guter Freund der auch sehr Triathlon begeistert ist, zum Flughafen gebracht hatte, musste ich am Schalter feststellen das meine erste Maschine die mich nach Frankfurt zu meinem Anschluss Flug bringen sollte gestrichen worden ist. War natürlich eine riesen Freude für mich, da ich mir nur dachte, das ganze fängt ja super an. War aber alles nicht so schlimm, die Mädels am Lufthansa Schalter haben sich direkt um einen Transportmittel gekümmert der mich und einen anderen gast per Taxi nach Frankfurt gebracht hatte. War natürlich nicht so komfortabel wie in einem Flugzeug, aber immer hin haben wir es auf diesem Wege nach Frankfurt geschafft.

In Frankfurt hat es erstmal Stress mit meinem Gepäck gegeben. Das nette Fräulein am Schalter meinte allen Ernstes das ich knappe 30kg Übergepäck hätte und dafür 900€ zahlen sollte. Da war ich doch recht erstaunt. Die Sache hat sich dann aber so weit geklärt, das nach ihre Meinung ich dann nur noch 80€ hätte zahlen sollen, mir erstmal aber mein Ticket am anderen Schalter holen soll und dort direkt bezahlen soll. Das tat ich dann auch, die frau dort wollte dann aber nur 40€ von mir haben. Man sieht schon dass die einzelnen Mitarbeiter der Reisegesellschaft nicht wirklich in ihre Arbeit aufgeklärt sind. Dort sagte man mir aber freundlich dass ich mich ganz doll beeilen soll, sonst fliegt das Flugzeug ohne mich, da ich eh schon spät dran bin. Da von dem Flugticket Schalter, bis hin zu Passkontrolle aber noch 20min zu laufen waren, hat mir keine gesagt. War auf jeden Fall sehr unterhaltsam die Reise bis dahin.

Im Flugzeug hatte ich erstmal ruhe gehabt, netten Herren neben mir der normalerweise hier in southafrica lebt und eine kleine Farm für Touristen leitet. Der andere Herr war ein begeisterte schütze aus Finnland, der nach Afrika wegen der jagt unterwegs war.   Schlafen während des Flugs konnte ich nicht wirklich gut, war sehr unbequem. Hatte direkt dran denken müssen dass ich beim nächsten Mal doch first-class buchen sollte. Die hatten wirklich viel Platz gehabt und vor allem waren die sitze aufs schlafen ausgelegt. Naja, das nächste mal eben wenn ich Lufthansa also Sponsor bekommen sollte. In Johannesburg angekommen, schnappte sich so ein „porter“ meine Sachen und brachte mich zu meinem nächsten Schalter für heimische Flüge. Dabei sprach er immer davon wie gut doch die Leute aus Deutschland sind, vor allem die, die hier mit den Rädern kommen und vor allem sprach er mich die ganze Zeit nur drauf an ihm tipp zu geben. Sind dann erstmal zu einem Bank Automaten gegangen und habe mir das heimische Geld gezogen. Damit war er nicht so ganz glücklich, bekam dann 20 Ramis, oder wie immer das Geld hier heißt und zog beleidigt davon. War mir bis dahin nicht wirklich sicher wie viel ich ihm umgerechnet gegeben hatte, viel war es aber nicht gewesen, was ich später feststellen musste. Damit war die Reise leider noch nicht zu ende, nach der Gepäck Abgabe, saß ich erstmal knappe 5std am Flughafen fest. Musste auf den Anschluss Flug warten und hoffte das mein Gepäck auch wirklich dort ankommt wo es hin sollte. Hier ist das alles etwas unsicher. Nach langer Wartezeit, die ich wenigstens sinnvoll nutzen konnte, Trainingsplangestaltung für meine Kunden, habe jetzt endlich einen Laptop bekommen, ging mein Flug nach Portelizabeth pünktlich ab. Der Flug war sehr angenehm gewesen, vor allem war de Platz neben mir frei, was mir große Freiheit gab und ich mich gut ausbreiten konnte. Durch Fenster konnte ich mir den Kontinent Süd Afrika anschauen und muss sagen dass es gar nicht meinen Vorstellungen entsprach. Dachte da immer an Sand, das ist hier aber nicht wirklich der Fall. Es war alles sehr grün von hier oben, auch wenn es sehr unbewohnt aussah. Ist ja doch ein netter Kontinent. Flughafen von Port Elizabeth erinnerte eher an eine kleine Bahnhofshalle, winzig, mit zwei Bändern für die Koffer. Das war alles, vor allem musste man vom Flugzeug bis in die Halle über das Rollfeld laufen. Ist halt alles etwas spartanischer hier. Niko, von Hannes Hawaii Tours hat uns dann hier abgeholt und direkt zum Hotel gebracht. Hotel hat auch alles super funktioniert, alle super nett und zuvorkommend. Halbe Stunde später saßen wir mit 20 anderen Gästen beim Italiener beim Essen. Salat, Nudeln, Wasser und Cola für 130 Rand, sind ca. 12 €. Also sehr empfehlenswert.

Erstmal aber zu meiner Vorbereitung auf diesen besonderen Tag in South Afrika, wo ich mich für den wichtigsten Wettkampf meiner Saison qualifizieren wollte. Es sollte dieses Jahr im Oktober zum Ironman nach Hawaii gehen und dort natürlich eine gute Platzierung sein, was aber noch weit entfernt ist. Direkt im Januar, um genauer zu sein am 6 Jan., habe ich mich auf den Weg nach Lanzarote gemacht. Daniel Kezele und hanneshawaiitours organisieren jedes Jahr mehrere Trainings Camps auf dieser Insel, die schon für den hiesigen Ironman unter den Triathleten berühmt ist. Durch die Vulkan Landschaft, starke Winde und in Sommermonaten heißes Wetter schreck die Insel manch einen ab um sich dort auf die Saison vorzubereiten, mir gefällt es hier aber sehr gut. War schließlich nicht das erste Mal dieses Jahr  vor Ort. Die zwei Wochen camp waren sehr anspruchsvoll, da ich nach meinem letzten Wettkampf letztes Jahr in Florida nicht viel Rad gefahren bin, daher war es sehr schwer wieder rein zu kommen. Da ich aber meistens alleine fahre, kann ich mein tempo sowie Dauer der Einheiten selber bestimmen, sofern mein Trainer damit einverstanden ist. Ist er leider nicht wirklich oft der Fall, wenn man was erreichen will muss man natürlich fleißig sein. Das heißt natürlich dass man schon recht viel machen muss, wozu ich nicht oft Lust habe. Aber das hat sich auch schon um einiges verbessert seit meinen anfängen im Triathlon geschehen. Fährt man alleine ist es aber umso schwieriger gegen den wind anzukämpfen, der war im Januar mal wieder besonders freudig. Da man bei Hannes meistens mit jemand fremdem ins Zimmer Einquartiert wird, den man davor noch nie gesehen hatte, ist es immer wieder eine Überraschung welche netten Menschen man kennen lernen kann. Mein Zimmernachbar Ludwig, waren zwar paar Jahre älter, sagen wir mal um die 20jahre, aber wir beide kamen sehr gut miteinander klar. Nachts hat er immer wieder einen Ellenbogen von mir in seine Rippen geprellt bekommen wegen seinen schnarch Anfällen, wunderte sich dann am frühen Morgen warum ihm die rippen so wehtun, sonst war aber alles prima. Besonders meine Pasta Kochkunst hat ihn begeistert, mich dafür aber sein spaß am abwaschen, somit wurden die Aufgaben gerecht verteilt. Er musste immerhin die ständigen besuche diverse Triathleten in unserem Wohnzimmer aushalten, die zu Massage kamen. Ich war zwar im Camp um zu trainieren, die Haushaltskasse konnte ich mir wegen meines Könnens aber etwas aufbessern. Noch mal schönen Gruß an Christiane, Christian und den kleinen denn ich ab und zu mal was Unnutzbares beibringen konnte. Hoffe nur dass er nicht oft solche Brechanfälle bei Abendmahl hat. Auch an  Vito, mit dem ich viel Spaß auf unseren Ausflug nach Puerto del Carmen hatte. Nach zwei Wochen ging es dann nach hause.  Muss dazu sagen das es ein erfolgreicher camp gewesen ist und es mich in meinem Vorhaben weiter gebracht hatte.

Dabei hatte mich der Daniel gefragt ob ich nicht beim nächsten camp direkt als Guide einspringen wollte. Naja, das tat ich dann auch im Februar, nach dem bei uns der Karneval vorbei war und ich die Arbeit als Barkeeper in einer Düsseldorfer Altstadt bar niederlegen konnte. Die fünf Tage dort waren nicht sehr gesundheitsfördernd, vor allem hatten sie mich was das Training angeht eher zurück geworfen als vorangebracht. Zweites Camp bei Hannes und Daniel. Dieses Mal war die Freizeit etwas eingeschränkt, musste die Kundschaft vom Flughafen abholen, ab und zu einen Kurs für Rumpfstabilität, Krafttraining im Triathlon oder eine Laufgruppe leiten. Das was aber die meiste Zeit verschlungen hat, war die Aufgabe als Bike Guide. Habe meistens die mittlere Gruppe geleitet, was mir sehr viel Spaß gemacht hat und natürlich ein super Trainingseffekt hatte. Vor allem hatten wir öfters dieselben Leute in der Gruppe gehabt, da klappte es mit der Harmonie in der Gruppe besonders gut. Hatten auch eine schöne 7 Köpfige Gruppe gebildet, mit der wir öfters abends Auswärts gegessen hatten. Das Hotelessen hat hier leider vom Jahr zu Jahr nachgelassen. Mal sehen wie es das nächste Mal sein wird. Vielen Danke noch mal an Nicole Töpfer, Profi Triathletin, mit Ihr durfte ich ein paar Mal trainieren. Hat mich sehr gefordert, besonders den Tabayesco hoch. Insgesamt waren die beiden Trainingslager auf Lanzarote ein voller Erfolg. Nach Lanzarote kam noch das Mallorca Camp, 9 Tage. Muss leider sagen, dass ich die meiste Zeit aber alleine trainieren musste. Die Jungs mit denen ich da war, hatten sich entweder verschlechtert, oder ich habe mich verbessert. Vor zwei Jahren war ich schon mal mit denen hier, da konnte ich gerade noch so im Windschatten mitfahren, dieses Mal habe ich das Gefühl gehabt als ob ich die alle „Platt“ fahren könnte, vor allem in den Bergen. Man muss aber dazu sagen das es für die Jungs auch das erste Trainingslager und für Paar davon sogar die ersten Kilometer auf dem Rad waren für dieses Jahr. Was die Bedingungen angeht, war es ganz gut gewesen, zwar hatten wir auch regen und paar recht kalte Tage gehabt, aber im Großen und Ganzen hat alles super gepasst. Da noch mal vielen Dank an Kathi und Kai von El Cactus in CalaRatjada für die tolle Verpflegung. Das essen war mal wieder wie bei Mama zu Hause.

Jetzt aber wieder zu Afrika Reise. Erster Tag vor Ort, morgens früh Schwimmen auf dem Programm. Wasser sehr kalt, sollte der Neo aber abwehren können. Naja, war nicht wirklich der Fall gewesen. Die Füße waren eisig kalt, wenigstens am Anfang, danach konnte man sich an die Kälte so langsam gewöhnen. Sind von unserem Strand bis zum Start der Ironman Strecke geschwommen und wieder zurück. War insgesamt nur eine halbe Stunde, man konnte aber gut die Strömung merken und hoffen das man in manch eine davon nicht in Wettkampf kommen würde. Die Strömung ist an manchen Stellen sogar so stark gewesen, das man auf der Stelle gepaddelt hat. Das ist ja für so einen perfekten Schwimmer wie mich natürlich kein Problem, kleiner Scherz am Rande. Frühstück war klasse, alles frisch und sehr lecker, auch die Auswahl hervorragend. Was ich hier als sehr interessant empfinde, aber auch etwas nervig, man erinnert sich hier doch noch etwas an die Sklaverei. In jedem Restaurant oder Hotel ist der ober Aufseher immer ein weißer, die normalen Mitarbeiter sind meistens schwarz. Dazu ist es so dass sich die Mitarbeiter für alles bedanken. Du stehst vom Frühstückstisch auf und die Kellnerin bedankt sich das du da gewesen bist. Dazu haben die hier extrem viel Personal, finde ich wenigstens. Bei uns in Deutschland würdest du mit der Hälfte der Leute auskommen. Scheinbar ist hier aber eine Vorgabe, wie viel „schwarze“ man einstellen muss, so wurde mir das hier aufgetragen. Nach dem Frühstück sind wir dann alle aufs Rad und haben die Ironman Strecke abgefahren, sind 60km gewesen.

Drei Runden sind dann am Sonntag zu radeln, beim Laufen ist es gleich. Hatte mich aber nach 55km abgesetzt und ist noch mal die Küstenstraße abgefahren mit einem etwas höheren Tempo. Muss meine Kohlenhydratspeicher noch mal etwas weiter leer bekommen um sie wieder besser auffüllen zu können. Wurden insgesamt 81km draus. Was die Streckenführung angeht, ist es eigentlich ganz angenehm. Durch die drei Runden wird es nicht so langweilig werden und man hat mehr Abwechslung. Natürlich kann man Windschattenfahren völlig vergessen. Soll man ja auch nicht machen, so ganz nebenbei. Was ich hier auch gut beobachten konnte während der Ausfahrt, es gibt hier sehr viele Afrikaner die am Straßenrand sitzen oder liegen und einfach nur warten. Dachte mir schon, wo von leben die hier eigentlich. Man hat mich dann Aufgeklärt, dass die Jungs drauf warten dass jemand vorbei kommt und denen Arbeit anbietet. Hier in Afrika funktioniert das ganze halt etwas anders. So etwas wie Arbeitsamt gibt es hier wohl nicht, die Straße ersetzt es hier... Nach dem radeln musste ich erst mal etwas essen. Es gibt hier ein Zentrum, dort gibt es eine größere Auswahl an Möglichkeiten was Restaurants und Geschäfte angeht. Ist sehr angenehm dort. Hatte auch ein schönes Restaurant mit einer außen Terrasse gefunden. Dort habe ich erst mal lecker Nudeln mit Hähnchenfleisch gegessen. Ausgezeichnet und mit Getränk für zusammen 58 Rand, ca. 6 €. Es ist wirklich alles sehr günstig hier was den Lebensunterhalt angeht, wenigstens für die Touristen. Später noch mal ab zum Strand, Entspannung stand auf dem Programm, also Buch lesen und Beine hochlegen. Später auch noch etwas gedehnt. Damit sollte der Tag aber noch nicht zu Ende gehen. Nico, unsere Reisführer hatte mich eingeladen mit Ihm und paar seine Süd Afrikanischer Freunde was essen zu gehen. War natürlich nicht abgeneigt auch was anderes Mal kennen zu lernen außer unserer Anlage. Um 19 Uhr sind wir dann in die Stadt rein gefahren und nach einen kleinen Rundfahrt durch paar kleine Gassen, hielten wir vor einem kleinen Häuschen an. Nico meinte, der Besitzer ist ein Ami der früher überall in der Welt surfte, irgendwann eine Thailänderin kennen gelernt hatte und mit ihr nach Afrika kam. Hier hat er ein kleines Restaurant aufgemacht, in seinem privaten Haus. Also war das ganze eigentlich wie ein Besuch bei jemand daheim. Was der Mark nicht hatte, das ist der Besitzer des Ladens, war eine Alkohol Lizenz, somit konnte jeder der wollte seine eigenen Getränke mitbringen. Nico hatte auch schon eine Flasche Rotwein besorgt gehabt. Fünf Minuten nach dem wir uns drinnen gesetzt hatten kamen schon die ersten zwei Mädels. Nico meinte, es wären Mädels die in Afrika viele Wettkämpfe bestritten hatten was die nationale Sportart in Afrika wäre, dh Paddeln. Ist so etwas wie Kanu fahren bei uns in Deutschland, nur die Boote sind um einiges schmaler und man viel mehr Gleichgewicht halten muss. Natürlich habe ich mir dabei zwei richtige Afrikanische Mamas vorgestellt und nicht zwei hübsche weiße Mädels die halt eine etwas breiteres Kreuz hatten. Später gesellte sich dann noch eine dritte dazu, die auch super nett war und als Raumausstatterin gearbeitet hat. Man muss sagen, dass die Gastfreundlichkeit der Menschen hier, einfach super ist. Man wird vom ganzen Herzen aufgenommen, egal wer man ist. Was ich hier auch erstaunlich finde, Afrikanische Regierung versucht Strom zu sparen, indem sie ab und zu in irgendeinem Bezirk einfach der Strom für zwei Stunden ausgeschaltet. Das ist natürlich auch prompt bei unserem Essen passiert.

Mark war aber gut drauf vorbereitet und hatte paar Lampen und Kerzen parat. Was das schöner an der Sacher war, es wurde dann richtig romantisch und man konnte halt nicht mehr sehen was man da wirklich vor die Nase gesetzt bekommen hat, das Essen meinte ich jetzt. Es war trotz allem ein super schöner Abend gewesen. Um halb Elf war ich dann brav im Bett und habe nach dem ich noch eine Stunde ein Buch gelesen hatte geschlafen. Mittwoch ging es wieder um 7:30Uhr zum Schwimmen. Wieder dieselbe Strecke wie den Tag zuvor. Fand es dieses Mal aber nicht mehr so anstrengend. Das Wasser war auch etwas wärmer gewesen. Nach dem schwimmen wurde reichlich gefrühstückt und schon drauf gefreut gleich laufen gehen zu können. Das hatte dann auch super geklappt, auch wenn es sehr heiß war und mir der Schweiß nur so runter lief. Im Zimmer schnell nur ein anderes Trikot angezogen und rauf aufs Rad und ganz lockere 60min geradelt um die Beine wieder locker zu bekommen. Also nichts anstrengendes mehr. Natürlich hatte ich mir nach solchem Training etwas Gutes zum Essen verdient. Also ab zu Barkleys, hatte es gestern schon gesehen auf dem Weg vom Strand ins Hotel. Hat eine sehr schöne große Terrasse mit einem herrlichen Blick über die Promenade. Leider war die Bedienung nicht der Knaller. Habe erst mal 15min gewartet, in der Zeit war die Kellnerin zwar zwei Mal über die Terrasse gegangen, schaffte es aber nicht mich zu bemerken und geschweige eine Bestellung oder Speisekarte zu bringen. Nach einer kurzen Beschwerde bei dem Geschäftsführer bin ich dann zwei Burger essen gegangen. War auch sehr lecker. Danach noch mal am Strand Buch gelesen und geschlafen. Abend sind wir noch mal alle zusammen ins Jimmys gegangen, gegrillte Calamari, Steak und Pfannkuchen essen. Es hat alles super geschmeckt, war aber froh danach im Hotel zu sein und mein Bett genießen zu können. Donnerstag, das Rennen kommt immer näher und man merkt schon dass manche von den Leuten hier schon etwas nervös werden. Ich war erst mal morgens früh eine Runde laufen. 4x2min recht flott, den Rest dann aber locker, nur um die Beine etwas zu bewegen. Hat auch sehr gut geklappt. Danach war erst mal gutes Frühstück angesagt, da es schon um 9:30uhr zum Addo Park ging. Dort sollten dann sehr viele wilde Tiere zu sehen sein. Nach ca. 1Std. fahrt, sind wir am Park angekommen. Bezahlen und durch die Schranke durchfahren, mit dem eigenem Auto. Im Park sind dann verschiedene Strecken ausgeschildert wo du lang fahren kannst. Da sich der Nico aber schon etwas auskennt, hat er uns direkt auf die richtigen Wege gebracht. Hatten sehr viele Tiere gesehen, Wildschweine, Zebras, Vögel, Sträuße, das wichtigste waren aber wohl die Elefanten gewesen. Hatten an einem Wasserloch angehalten wo sich eine ganze Horde versammelt hatte. Später kam sogar noch eine zweite dazu. Die kleinen hatten sich von der heißen Sonne eine Abkühlung mit dem Wasser aus dem Loch versprochen. Machten sich aus ihrem Rüssel schnell eine Dusche und begossen sich fleißig mit dem Wasser, ab und zu sogar mit dem Schlamm. War sehr aufregend diese Tiere mal live in ihrer eigenen Umgebung zu sehen. Nach der Ankunft im Hotel hatten wir uns zum Ironman Registrierung Stand aufgerafft, dort die Unterlagen für das Rennen abgeholt und noch mal die Expo durch gecheckt. Dort habe ich festgestellt dass man hier mal wieder sehr günstig einkaufen kann. Habe mir direkt noch ein paar neue Schuhe gekauft die ich zum Vergleich zu Deutschland um 70€ günstiger bekommen hatte. Waren zwar Schuhe von der letzten Saison, aber es waren genau diese die ich schon mal hatte und sehr gut mit ihnen laufen konnte. Auf jeden Fall habe ich mich schon mal für das Rennen registriert, es führt kein Weg mehr zurück... Abends waren wir dann noch mal in einem sehr guten Fischrestaurant essen. Man muss die Speicher noch mal voll machen vor dem Rennen.

Für den Freitag habe ich mir um 5:30Uhr den Wecker gestellt. Der hat auch geklingelt, leider war nichts mit dem aufstehen. Habe ihn brav ausgemacht, mich umgedreht und wieder weiter geschlafen bis 7Uhr. Danach erst mal lecker Frühstück und wieder auf die Expo noch mal Geld loswerden. Schuhe, paar Trikots, Caps usw. ist ja alles viel günstiger hier. Musste natürlich auch noch paar Geschenke besorgen für die Leute zu Hause. Um 10Uhr war dann Treffen für unseren nächsten Ausflug gewesen. Jeffreys Bay. Ist eine der berühmtesten Surfer Strände in Afrika. Hier kommen im Juni / Juli immer die ganzen Profis zum Surfen. Gibt auch sehr viele Outlets wo man super einkaufen kann, z.B. von Billabong, Quick Silver usw. Davor aber waren wir auf so einem Geheimtipp von Einheimischen. Es war ein Wasserfall, sehr gut versteckt, wo man mit so einer Seilwinde ins Wasser rutschen konnte. Hat super viel Spaß gemacht sich dort ins Wasser fallen zu lassen oder eine Cliffsprung zu machen. Schwimmen war ich dann auch noch mal eine Runde, knappe 30min locker paddeln. Da ich ganz alleine draußen war, war ich mir zwar etwas unsicher und wollte auch nicht so weit vom Strand weg, aber nach dem ich schon weit genug weg war, war der Rest dann auch egal. Bin dann wieder bis zum Pier geschwommen und noch um eine der Bojen herum. War dann auch genug gewesen. Zurück bin ich über die Promenade gegangen, war leichter als schwimmen... Abends gab es dann die Pasta Party. War ganz lustig, das Beste sind aber immer noch die Videos mit der Zusammenfassung von Jahren davor. Wie der Wettkampf abgelaufen ist, die Finisher die durch Ziel laufen. Einfach nur Motivation pur. Mal wieder früh ins Bett gegangen, so um 22Uhr. Man geht hier wirklich um Uhrzeiten schlafen, bei denen man zu Hause noch lange nicht daran denkt ins Bett zu gehen. Man ist aber meistens so müde von dem Tag, das man froh ist im Bett zu sein. Muss auch noch sagen das ich die letzten Tage so viel gegessen habe, das ich auf der Pasta Party kaum noch was runter bekommen hatte. Das kann natürlich auch daran gelegen haben, dass wir die letzte Woche jedes Mal in schicken Restaurant sehr gut gegessen hatten und hier gab es nur Nudeln, Kartoffeln die nach nichts schmeckten und etwas Gemüse dazu. Da hätten sie sich mal was Besseres einfallen lassen können. Samstag, der letzte Tag vor dem Rennen. Morgens früh um 6Uhr aufstehen und lockere 4km laufen, nichts Besonderes, ist nur dafür da die Beine zu bewegen, hat nichts mehr mit dem Training zu tun. Danach direkt noch mal 10km locker ausfahren auf dem Rad. Hat recht viel Spaß gemacht. Hoffe nur dass es morgen dann genau so viel Spaß machen wird. Nach der Wettkampf Besprechung, alles natürlich auf Englisch, man hatte manch einem angesehen das der nichts verstanden hatte. Bei manchen Sachen ging es mir aber nicht viel anders, vor allem hatte der Sprecher einen beschissenen Akzent. Danach noch mal was essen und entspannen. Abends habe ich mich noch mal mit Luic, meinem Zimmernachbar auf dem Weg gemacht eine private Pasta Party zu veranstalten. Hatten jede noch mal ein Teller Nudeln gegessen und einen Pancake hinterher. Dann ab ins Bett und auf morgen freuen.

Sonntag, Wettkampftag. Morgens früh um 4Uhr aufgestanden und direkt gehört das es draußen regnet. Ist nicht die beste Voraussetzung um so einen Tag zu beginnen. Frühstück gut gemeistert, extra nicht zu viel gegessen, wollte nicht dass mir das alles später im Magen hängt. Danach natürlich wieder ins Bett und noch ein Nickerchen machen. Um 6Uhr bin ich dann mit Luic zum Start gegangen. Nico hat sich uns angeschlossen, schließlich war er derjenige der von all dem Fotos machen musste. Am Start angekommen mussten wir feststellen dass hier schon einiges los gewesen ist. Die meisten Leute präparierten schon ihre Bikes, machten alles klar Schiff für den Wettkampf. Ich natürlich mit meiner Gelassenheit die ich so habe, wollte mein vorher Rad aufpumpen, dabei ist mir erstmal die Ventilverlängerung abgefallen. Habe sie versucht wieder dran zu schrauben. Vergeblich, wollte nicht mehr dran. Einer der Mechaniker hatte versucht mit Nico die Sache noch irgendwie wieder zum Laufen zu bekommen nur es wollte nicht klappen. Konnte schlecht mit einem Vorderrad ohne Luft fahren. Dann kam ich auf die Idee einfach mal die Ventilverlängerung von meinem Hinterrad zu nehmen und es zu versuchen. Das hat dann zum Glück geklappt und ich hatte wieder Luft vorne und hinten. Konnte mich somit auf das Rennen wieder freuen. Also nur noch schnell umziehen, Neo an und ab Richtung Wasser. Da taumelten sich schon die Menschenmassen, vor allem stand der James auf einmal direkt neben mir. Hatten uns noch mal nett unterhalten, bevor es dann irgendwann zum Startschuss kam. Schwimmen ist ja nicht wirklich meine Lieblings Disziplin.  Also war schon im Voraus klar da ich hier nicht als erstes aus dem Wasser kommen werde. Die erste Runde habe ich noch ganz gut überlebt, mussten so um die 37min gewesen sein. Dann aus dem Wasser raus, ein ziemlich langen Landgang machen und wieder zurück ins Wasser. Da man so lange über den Sand laufen musste, schoss natürlich der Puls um einiges nach oben. Eigentlich wollte ich die Kampfrichter schon fragen ob die mir nicht einfach 40min auf meine Schwimmzeit aufrechnen könnten und ich schwimme die nächste Runde gar nicht mit. Das hätte wahrscheinlich nicht funktioniert. Die zweite Runde habe ich aber schon irgendwie überlebt. Es war da natürlich nicht mehr so voll im Wasser, man konnte also schwimmen ohne ständig auf jemanden auf zu schwimmen oder von hinten an die Beine einen drauf zu bekommen. Bin dann nach 39min aus der zweiten Schwimmrunde aufs Land gekommen und drei Kreuze gemacht dass das Schlimmste hinter mir lag. Schnelle Wechselzeit und ab zum Rad. Beim losfahren habe ich erstmal den Ersatzschlauch den ich hinter dem Sattel hatte fast verloren, musste ihn dann unter mein Trikot festklammern, was natürlich etwas nervte. Besser so, als später bei einem Platten ohne Schlauch da zu stehen. Radfahren ging erstaunlich gut, auch wenn es sehr schwer an manchen Stellen ging. Es gab einen sehr langen Anstieg, der noch nicht mal so steil war, dafür kam der Wind dort durchgehen von vorn, was die lockere Fahrt verhindert hatte. Hatte man den aber hinter sich gelassen, wurde man mit einer langen Geraden belohnt, auf der man dann richtig Gas geben konnte. In der ersten Runde hat es dazu noch richtig angefangen zu regnen, das hat sich dann aber schnell wieder erledigt. Habe mal wieder nur überholt auf der gesamten Strecke, war schon sehr lustig, wenn man so an allen vorbei zieht und keine kontern kann. Zwei hatten es mal versucht gehabt, die habe ich dann aber auch abgehängt. Bin dann nach 4:58std vom Rad abgestiegen, leicht wackelig auf den Beinen, aber zum Laufen breit, dachte ich jedenfalls. Immer hin habe ich auf dem Rad es geschafft mich von 860 auf Platz 31 vor zu arbeiten. Das Laufen ging die ersten 3km noch super, hatte auch eine Zeit von 3:49min/km gebraucht was deutlich zu schnell war. Das habe ich dann irgendwann angefangen zu drosseln, sonst hätte ich wahrscheinlich nur 10km durchgestanden. Eigentlich konnte ich vom Kopf her schon nach 5km nicht mehr laufen, aber ich habe es versucht die ganze Zeit zu verdrängen. Hat dann schon irgendwie funktioniert. Nach ca. 8km kam ein etwas längerer Anstieg, der hat mir dann fast die ganze Kraft aus dem Körper geraubt. Dachte wirklich, wenn du den jetzt schaffst hoch zu kommen dann kannst du da direkt stehen bleiben und am besten gar nichts mehr machen. Diesen musste ich im Verlauf des Rennens noch 2-mal hoch laufen. In der zweiter Runde bin ich direkt unten Stück gegangen, den Rest versucht aber zu laufen, das hat mir dann so viel gebracht, das ich danach solche stechenden Schmerzen in der Brust bekommen hatte, das ich kaum noch atmen konnte. Musste erst mal gehen und jedes Mal wenn ich mit dem laufen wieder angefangen hatte kamen die Schmerzen wieder. Habe dann ganz langsam wieder angefangen zu laufen, tief einzuatmen und versucht die Lunge etwas frei zu pusten. Das hat geholfen gehabt. Es klappt wieder. Habe dieses Mal wirklich versucht sehr wenig zu gehen, es waren immer ca. 5m nach jeder Verpflegung Station, nicht mehr, damit ich in Ruhe trinken konnte. Das war wirklich alles. Was ich aber sehr lustig fand, hatte die erste Runde noch meine Startnummer vorn gehabt. Da drauf steht der des Athleten, somit können dich alle Zuschauer anfeuern und deinen Namen rufen. Ziehe jetzt meistens meine Sonnenbrille an damit man mir die Erschöpfung nicht ansehen kann. Daher glaubten die Leute dass ich recht fit bin. Das täuscht aber. Was dann interessant war, bei der zweiten und dritten Runde habe ich die Startnummer schon extra nach hinten gedreht damit ich nicht mehr ständig von jedem mit dem Namen gerufen werde. Irgendwie hatten alle meinen Namen sich merken können und ich hörte trotzdem von jeder Seite „Adam, go, youlooksgreat, strong...“ haben sich also schon sehr viele Leute meinen Namen merken können, vor allem bei 1600 Startern ist das gar nicht mal so schlecht. Mache scheinbar einen netten Eindruck. Später habe ich erfahren, von Andreas Niedrich, das ich scheinbar wie ein Topmodel aussah, top gestylt, Haare lagen perfekt und vor allem das ständige Lächeln im Gesicht konnte man kaum übersehen.. Bin auf jeden Fall mit einer Zeit von 10:03std ins Ziel gekommen, obwohl ich versucht habe die letzten 5km noch richtig Gas zu geben damit ich noch unter 10std bleibe, leider hat es nicht mehr geklappt. Das nächste Mal... hoffe ich doch... Glaube aber schon das mein Trainer jetzt enttäuscht sein wird das ich die Quali nicht geholt hatte. Abend waren wir noch mal essen gewesen, etwas am Ziel gesessen und uns die letzten Ankömmlinge angeschaut und ab ins Bett. Das sollte der Renntag gewesen sein. Wären da nicht die Cheerleaders gewesen die mich so nett angeschaut hatten. Naja, am liebsten wäre ich noch etwas da geblieben, leider wollten die anderen schon Heim ins Bett. Am nächsten Morgen ging es aber früh aus dem Bett raus. Konnte nicht wirklich gut schlafen, oder sagen wir eher lange schlafen. War das erste Mal schon um 6Uhr wach, das zweite Mal dann um 7Uhr. Da wollte ich auch gar nicht mehr im Bett bleiben sondern direkt zum Frühstück bewegen. Da war ich natürlich der erste gewesen, da der Rest von unserer Gruppe noch friedlich im Bett lag. So nach und nach kamen alle die Hunger versprüht hatten auch zum Frühstück. Dabei wurden die Ereignisse des letzten Tages noch mal ins Detail erläutert. Jeder aus der Gruppe war halbwegs glücklich über sein Ergebnis, immer hin hatten wir zwei dabei die sich direkt qualifiziert hatten für Hawaii. Drei von uns standen noch auf der Stand by Liste. War also noch etwas Spannung in der Luft. Nach dem Frühstück hatte ich noch mal versucht mich am Wi-Fi Spot ins Internet einzuloggen, leider wurden der abgeschaltet. Daher habe ich noch Zeit gehabt mir die Ergebnislisten die ausgehangen wurden genauer anzuschauen. Muss sagen war doch gar nicht so schlecht gestern, leider hat es im Ganzen nur auf Platz 16 in meiner Altersklasse ausgereicht und Platz 66 in der Gesamtwertung. Da sich meine Beine gut anfühlten, habe ich noch mal eine kleine Runde mit dem Bike gemacht. Bin die Küstenstraße abgefahren, in die Umgekehrte Ironman Strecken Richtung. Da der Wind so richtig schön von hinten kam, war ich recht flott unterwegs und musste dabei noch nicht mal richtig in die Pedale treten. Irgendwann wollte ich dann aber doch wieder ins Hotel zurück und musste feststellen, dass der Wind schon sehr stark war und es schwer sein würde auf demselben Weg wieder Heim zu fahren. Bin also weiter gefahren und durch die Stadt zurück geradelt. Es war schon recht anstrengend sich zwischen den Autos über die Kreuzungen durch zu quetschen, vor allem kam der Wind immer noch sehr stark von vorn, also genau umgekehrt zu gestern beim Rennen. Irgendwann war ich dann aber doch noch Heim gekehrt, nach knappen 50km und 1:40 std fahren. Beine waren aber immer noch locker gewesen. Um 14Uhr sind wir dann zu der Hawaii Slot Vergabe gegangen. Wie gesagt, nur zwei von uns hatten es geschafft den Platz direkt zu bekommen, der Rest stand auf der Warteliste. Muss leider sagen dass es für die Wartenden nicht ausgereicht hat auch wenn es sehr spannend gewesen war. Muss also beim nächsten Rennen direkt so schnell sein das ich die Quali direkt mache ohne mich auf die Warteliste freuen zu müssen. Die letzten Stunden des Tages nutzte ich damit mich am Strand hinzulegen und meine Strandbräune zu erfrischen und ein kleines Nickerchen zu machen. Abends ging es zu Award Party. War sehr voll gewesen, das Essen war nicht wirklich der Knaller gewesen, aber Mark Allen war da und hat ein Schwank aus seinem Leben Preis gegeben. Ist halt eine Ironman-Legende. Hatten reichlich Bier getrunken, Reiner, Andreas, Nico und ich. Leider ging der Abend früh zu Ende, da nach dem alle gegessen hatten, die Preisvergabe vorbei war und die eigentliche Party starten sollte, gingen alle brav nach Hause. Sind zwar noch etwas da geblieben, nur gelohnt hat es sich nicht wirklich. Durch das frühe aus gestern, konnte ich dafür heute früh aufstehen und mir den Sonnenaufgang anschauen und die letzten Bilder machen. Ist ganz gut gelungen. Um 10:30Uhr ging es dann zum Flughafen. Ab da fing erst die chaotische Reise erst richtig an. Beim Bike einchecken, wollten sie erstmal 360 Rand von mir haben, obwohl manch ein andere nur 250 Rand zahlen sollte. Nach dem ich mich mit der Frau am Schalter geeinigt habe das ich pro Kg Bike Koffer, also 30kg, 12 Rand bezahle. Sie schickte mich dann zum anderen Schalter um zu bezahlen. Dort sagte man mir das ich pro Kg 14 Rand zahlen soll und erstaunlicher Weise kam die Frau auf eine Summe von 479 Rand. Ich weiß bis heute noch nicht was die da gerechnet hat, aber ab da wurde es mir zu bunt und ich wurde sauer. Habe mich da eine Weile aufgeregt, dann kam noch na andere Vorgesetzte, mit der ich dann klären konnte das ich insgesamt nur 250 Rand zahlen werde. Somit war das Bike eingecheckt. Man sieht schon, dass die Leute in Afrika, muss nicht sein das es woanders nicht viel besser ist, keine Ahnung haben was sie machen. Vor allem arbeiten die dort extrem langsam, was die Sache knapp bis zum Abflug verzögert hat. In Johannesburg hat dafür alles super geklappt. Ohne Probleme ins nächste Terminal gekommen, eingecheckt und mich in die Abflughalle gesetzt. Da gab es wenigstens noch den letzten Burger zu essen. Noch kleinen Einkauf im Duty Free Shop und schon ging es wieder zum Flieger Richtung Frankfurt. Diese Maschine hatte leider eine kleine Verspätung da jemand zwar sein Koffer eingecheckt hatte, leider aber nicht in der Maschine war. Also alle Koffer ausladen und wieder neu einladen. Hat 15min gedauert, dann ging es aber Richtung Heimat.

 

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